27.01.2013, 15:59

Paris Franzosen gehen für Homo-Ehe auf die Straße


Demonstrativ küssen sich zwei Frauen bei der Kundgebung für die Homo-Ehe in Paris

Foto: KENZO TRIBOUILLARD / AFP

Die französische Regierung plant, Homosexuellen Eheschließung und die Adoption von Kindern zu ermöglichen. Vorige Woche protestierten Hunderttausende dagegen – jetzt demonstrieren die Befürworter.

Zahlreiche Menschen sind am Sonntag in Paris für die Einführung der Homo-Ehe auf die Straße gegangen. Mit der Großdemonstration wollten die Teilnehmer ein Gesetzesprojekt der sozialistischen Regierung unterstützen. Es soll Lesben und Schwulen künftig die Eheschließung und Adoptionen ermöglichen. Die Organisatoren hofften auf eine sechsstellige Teilnehmerzahl. Offizielle Angaben gab es zunächst nicht.

Vor zwei Wochen hatten sich an einer Demonstration gegen das Regierungsprojekt nach Polizeiangaben 340.000 Menschen beteiligt. Die Organisatoren sprachen sogar von einer Million Teilnehmer. Mitglieder der konservativen Opposition fordern eine Volksabstimmung.

Nach jüngsten Umfragen ist eine Mehrheit von 63 Prozent der Franzosen für das Heiratsrecht – das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare befürworten allerdings nur 49 Prozent.

Das Gesetzesprojekt soll von Dienstag an im Parlament diskutiert werden. Gegner haben mehr als 5000 Änderungsanträge eingebracht.

(dpa/smb)
Bleiben Sie informiert:
Die Berliner Morgenpost in sozialen Netzwerken.
Folgen Sie uns auf Twitter