27.01.13

Afrika-Einsatz

Deutsche Stiefel für die Mission in Mali

Einem Bericht zufolge hat Angela Merkel dem französischen Präsidenten Hollande versprochen, den Mali-Einsatz mit Ausrüstung zu unterstützen. Deutschland solle Lastwagen, Uniformen und Stiefel liefern.

Foto: AFP

Französische Soldaten auf einem Panzer in der Nähe von Sevare. Deutschland soll die französischen Truppen jetzt mit Ausrüstung unterstützen
Französische Soldaten auf einem Panzer in der Nähe von Sevare. Deutschland soll die französischen Truppen jetzt mit Ausrüstung unterstützen

Deutschland will den Mali-Einsatz einem Medienbericht zufolge nun auch mit Ausrüstung unterstützen. Dies berichtet der "Spiegel". Bundeskanzlerin Angela Merkel habe dies dem französischen Präsidenten François Hollande in der vergangenen Woche zugesagt. Bei der Ausrüstung gehe es um Lastwagen, Uniformen und Stiefel für die Soldaten. An Waffenlieferungen sei derzeit aber nicht gedacht, da die afrikanischen Soldaten nicht entsprechend ausgebildet seien.

Frankreich hatte Deutschland um Hilfe bei der Luftbetankung französischer Flugzeuge gebeten. Diese Anfrage wird in Berlin geprüft. Eine direkte Beteiligung am Kampfeinsatz in Mali schließt die Bundesregierung bisher aus.

Die Bundeswehr unterstützt den Einsatz des afrikanischen Staatenbündnisses Ecowas mit zwei Transportflugzeugen, die Truppen nach Mali fliegen sollen. Die USA teilten unterdessen mit, französische Kampfflieger mit Treibstoff beliefern zu wollen. Sie leisten Frankreich bereits logistische Hilfe beim Truppen- und Materialtransport.

Gaos Flughafen zurückerobert

Am Samstag nahmen französische und malische Soldaten den Flughafen und eine wichtige Brücke in der von den Islamisten kontrollierten Stadt Gao ein, wie das französische Militär erklärte. In der Erklärung hieß es, Gaos Bürgermeister, der die Stadt verlassen hatte, nachdem sie von den Islamisten erobert worden war, werde bald zurückkehren. Noch allerdings kontrollierten die französischen und malischen Truppen nicht das gesamte Stadtgebiet, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Paris sagte.

Im April vorigen Jahres hatten die vom Norden des westafrikanischen Krisenstaats aus agierenden Islamisten erst Gao, anschließend dann die Provinzhauptstädte Kidal und das vor allem kulturhistorisch bedeutende Timbuktu eingenommen. Seit Frankreich seine Luftangriffe gegen die Rebellen vor zwei Wochen aufgenommen und um eine Bodenoffensive ergänzt hat, haben sich die Extremisten aus den drei zentralmalischen Städten Diabaly, Konna und Douentza zurückgezogen.

Inzwischen haben die französischen Streitkräfte etwa 2500 Soldaten auf malischem Boden, die zurzeit von rund 1750 Soldaten aus afrikanischen Nachbarstaaten unterstützt werden. Diese kündigten an, die Zahl aufstocken zu wollen. Statt der vorerst beschlossenen Entsendung einer 3300 Mann starken Eingreiftruppe in den Krisenstaat sollen nunmehr bis zu 7700 Soldaten die malische Regierungsarmee unterstützen, beschlossen die führenden Militärs der Ecowas bei einem Treffen in Abidjan in der Elfenbeinküste am Samstagabend.

Quelle: Reuters/dapd/dpa/smb
© Berliner Morgenpost 2013 - Alle Rechte vorbehalten
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Die Mieten in der Berliner Innenstadt sind durchschnittlich um mehr als sechs Prozent gestiegen. Doch auch das Leben am Stadtrand ist nicht günstiger
07:35Wohnstudie
Am Berliner Stadtrand ist das Leben teurer als in der City

Besonders in der Berliner Innenstadt sind die Mieten deutlich gestiegen. Doch ein Umzug an den Stadtrand lohnt - zumindest aus Kostengründen - nicht. Das liegt vor allem an hohen Mobilitätskosten. mehr...


Schon 2012 lockte der „Summer Rave“ viele junge Berliner in die Hangars des stillgelegten Flughafens Tempelhof
24.05.13Terminvorschau
Das bringt der Tag in Berlin am Sonnabend

Berlin hat jeden Tag Neues zu bieten. Politische Termine, Demonstrationen, Prozesse, Theater, Konzerte. Hier finden Sie eine Auswahl der Berliner Morgenpost für Sonna, den 25. Mai. mehr...


Die eurokritische Partei Alternative für Deutschland will sich im Bundestag für die Interessen der Bürger stark machen. Doch kurz nach der Gründung kriselt es bereits
07:31Parteien
Wie sich die Anti-Euro-Partei in Berlin selbst zerlegt

Kurz vor dem Bundestagswahlkampf kommt es im Berliner Landesverband der Alternative für Deutschland zu großen Reibereien. Drei von insgesamt zehn Vorstandsmitgliedern traten bereits zurück. mehr...


Trotz seiner Mitarbeit bei den Grünen will Christoph Schulze nicht aus seiner Partei austreten
07:34Landtagsabgeordneter
Sozialdemokrat wechselt aus BER-Frust zur Grünen-Fraktion

Christoph Schulze ist langjähriges SPD-Mitglied, doch gleichzeitig auch einer der größten Gegner des BER. Nun will er in der Landtagsfraktion der Grünen mitarbeiten - allerdings als SPD-Mann. mehr...

Leser-Kommentare Kommentare
Leserkommentare sind ausgeblendet.
Kommentare einblenden
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
title
Start-ups in Berlin

Gründerzeit: Die Serie und das Blog der Berliner Morgenpost.

Video Nachrichten mehr
Krawalle Wieder Ausschreitungen in Stockholm
Washington Brücke in USA eingestürzt
Grundsatzrede Obama will strengere Regeln für Drohnenangriffe
Queen of Soul Aretha Franklin braucht eine kleine Auszeit
 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Finale in London

Das tippen die Berliner Fans von Bayern und BVB

 
In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote