20.01.13

USA

Präsident Obama leistet seinen Eid für zweite Amtszeit

Barack Obama hat jetzt auch offiziell seine zweite Amtszeit angetreten. Im Weißen Haus legte im Beisein seiner Familie den Eid ab.

Foto: AFP
Barack Obama legt den Amtseid ab: Mit dabei sind auch First Lady Michelle und die beiden Töchter Malia (Bildmitte) and Sasha (r.)
Barack Obama legt den Amtseid ab: Mit dabei sind auch First Lady Michelle und die beiden Töchter Malia (Bildmitte) and Sasha (r.)

Rund zweieinhalb Monate nach seiner Wiederwahl hat für US-Präsident Barack Obama nun auch offiziell die zweite Amtszeit begonnen. Nach der formellen Vereidigung am Sonntag im Weißen Haus und einem feierlichen Akt an diesem Montag kann der 51-Jährige vier weitere Jahre regieren.

Danach darf Obama sich laut Gesetz nicht erneut für das Präsidentenamt bewerben. Vor Obama legte am Sonntag bereits Vizepräsident Joe Biden den Amtseid ab. Bei der Zeremonie im Weißen Haus war auch die Familie von Barack Obama anwesend.

Grund für die zweifache Vereidigung des Präsidenten ist, dass der 20. Januar auf einen Sonntag fällt. Seit 1821 gilt die Tradition, dass dann das öffentliche Zeremoniell auf den Montag verschoben wird.

Washington im Ausnahmezustand

In Washington wird das historische Ereignis der Amtseinführung traditionsgemäß mit einem Riesenspektakel gefeiert. Rund 800.000 Menschen werden zu den Feiern erwartet.

Schon am Wochenende herrschte in der US-Hauptstadt der Ausnahmezustand. Zahlreiche Straßen in der Hauptstadt waren abgesperrt. Rund 13.000 Soldaten kümmern sich um die Sicherheit und den reibungslosen Ablauf.

Der Demokrat Obama hatte im vergangenen November mit klarer Mehrheit die Wahl gegen den republikanischen Kandidaten Mitt Romney gewonnen. Wie von der Verfassung vorgeschrieben muss er den Amtseid für die kommende Legislaturperiode am 20. Januar vor 12 Uhr mittags ablegen. An diesem Montag folgt dann die öffentliche Vereidigung auf den Stufen des Kapitols.

Bereits am Sonntagvormittag hatte Vizepräsident Joe Biden den Amtseid abgelegt. Der 70-Jährige wurde in seinem offiziellen Wohnsitz in Washington, rund vier Kilometer vom Weißen Haus entfernt, von der Verfassungsrichterin Sonia Sotomayor vereidigt.

Vorsitz im Senat

Bidens Hauptaufgabe als Vizepräsident ist der Vorsitz im Senat. Könnte Obama sein Amt nicht mehr ausüben, würde der Vize an seine Stelle als Staatschef und Oberbefehlshaber der Streitkräfte treten. Zuletzt geschah dies 1974, als Gerald Ford den zurückgetretenen Richard Nixon ersetzte.

Bei strahlendem Sonnenschein legten Obama und Biden am Sonntag einen Kranz am Grab des unbekannten Soldaten auf dem Nationalfriedhof in Arlington (US-Bundesstaat Virginia) nieder. Später nahmen der Präsident und seine First Lady Michelle Obama an einem Gottesdienst teil.

Die Feierlichkeiten zur Amtseinführung kamen bereits am Samstag in Schwung. So versammelten sich Tausende Menschen auf der Mall, der Museumszeile im Herzen von Washington, zu einem Festival mit Musik, Essen und Ansprachen. Am Abend luden Michelle Obama und die Gattin des Vizepräsident Jill Biden, die Kinder von US-Militärangehörigen zu einem Konzert mit Rock- und Popmusikern ein.

Zudem hatte Obama den Sonnabend zum "nationalen Tag der freiwilligen Hilfe" erklärt. Im ganzen Land waren die Bürger dazu aufgerufen, gemeinnützige Arbeit zu leisten. Obama und seine Frau selbst strichen in einer Grundschule in Washington Bücherregale an. Die Bidens halfen beim Verpacken von Geschenkpaketen für in Übersee stationierte US-Soldaten.

Gottesdienst mit der First Family

Der Montag beginnt für die First Family mit der Teilnahme an einem Gottesdienst in einer episkopalischen Kirche, um 11.20 Uhr (17.20 Uhr MEZ) legt Obama öffentlich seinen Amtseid ab. Nach einem Mittagessen im Kapitol folgt eine Parade zum Weißen Haus – mit Musikkapellen und Festwagen. Am Abend tanzen die Obamas auf den traditionellen Vereidigungsbällen.

Am Dienstagmorgen folgt noch einmal eine kirchliche Andacht, am Abend dann ein weiterer Ball – diesmal im Kreis des Obama-Mitarbeiterstabs. Danach beginnt für Obama der politische Alltag der zweiten Amtszeit – mit einer Reihe von Herausforderungen. So stehen im US-Senat die Bestätigungsverfahren zur Berufung von John Kerry als neuem Außenminister und vom Republikaner Chuck Hagel als künftigem Pentagonchef an.

Außerdem muss Obama versuchen, umstrittene Vorschläge für Verschärfungen der US-Waffengesetze als Konsequenz aus dem Schulmassaker von Newtown im Kongress durchzubringen. Darüber hinaus kommt auf den Präsidenten eine neue Runde im Streit mit den Republikanern um ein Sparprogramm zum Defizitabbau zu.

Quelle: dpa/mim
© Berliner Morgenpost 2013 - Alle Rechte vorbehalten
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Morgenpost-Autorin Franziska Birnbach machte sich mithilfe von Google Maps auf den Weg ins Berliner Verkehrschaos
21:30Neue Fahrradnavigation
Mit Google Maps wird Radtour in Berlin zum Stresstest

Google Maps bietet ab sofort auch in Deutschland Routen für Radfahrer. Die Morgenpost hat die Anwendung auf Berlins Straßen getestet und stieß dabei auf Straßen, die gar nicht existieren. mehr...


Schon 2012 lockte der „Summer Rave“ viele junge Berliner in die Hangars des stillgelegten Flughafens Tempelhof
18:48Terminvorschau
Das bringt der Tag in Berlin am Sonnabend

Berlin hat jeden Tag Neues zu bieten. Politische Termine, Demonstrationen, Prozesse, Theater, Konzerte. Hier finden Sie eine Auswahl der Berliner Morgenpost für Sonna, den 25. Mai. mehr...


Am Maxim Gorki Theater feiert am Samstag das Stück „Leben des Galilei“ Premiere. Pressesprecherin Claudia Nola rechnet damit, dass diese nicht ausverkauft sein wird
21:54Bühne
Champions League-Finale bringt Berlins Theater in Bredouille

Berlins Theater sehen sich am Samstagabend einem kaum besiegbaren Konkurrenten ausgesetzt. Denn nicht nur potenzielle Zuschauer wollen das Champions League Finale sehen, sondern auch viele Darsteller. mehr...


„The Rock“: Wowereit zeigte nicht die geringsten Anzeichen dafür, dass ihn die Fragen vielleicht ermüdeten
19:55Hauptstadtflughafen
Wowereit lässt sich im BER-Ausschuss nicht fassen

Berlins Regierender Bürgermeister musste sich dem BER-Untersuchungsausschusses stellen. Dabei zeigte er sich gelassen - und hatte auf alles ein Antwort. Eine persönliche Verantwortung wies er zurück. mehr...

Leser-Kommentare Kommentare
Leserkommentare sind ausgeblendet.
Kommentare einblenden
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Multimedia
Cheffotograf Souza

US-Präsident Obama ganz nah

Top-Thema
title
Start-ups in Berlin

Gründerzeit: Die Serie und das Blog der Berliner Morgenpost.

Video Nachrichten mehr
Krawalle Wieder Ausschreitungen in Stockholm
Washington Brücke in USA eingestürzt
Grundsatzrede Obama will strengere Regeln für Drohnenangriffe
Queen of Soul Aretha Franklin braucht eine kleine Auszeit
 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Finale in London

Das tippen die Berliner Fans von Bayern und BVB

 
In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote