17.01.13

Pakistan

US-Botschafterin unter Blasphemieverdacht

Die pakistanische US-Botschafterin Sherry Rehman steht in ihrem Heimatland unter Blasphemieverdacht. Hintergrund ist ein Fernsehauftritt vor zwei Jahren. Das Oberste Gericht prüft eine Anzeige.

Foto: REUTERS

Pakistans Botschafterin in den USA, Sherry Rehman, sieht sich mit Blasphemie-Vorwürfen konfrontiert
Pakistans Botschafterin in den USA, Sherry Rehman, sieht sich mit Blasphemievorwürfen konfrontiert

Das Oberste Gericht von Pakistan macht weiter Front gegen die Regierung: Am Donnerstag teilten die höchsten Richter des islamischen Landes mit, Blasphemievorwürfe gegen die pakistanische Spitzendiplomatin Sherry Rehman zu prüfen.

Die 52-Jährige ist Botschafterin in Washington. Sie war wegen eines Fernsehauftritts vor zwei Jahren angezeigt worden, wie die Zeitung "Dawn" berichtete. Dabei forderte sie eine Reform des Blasphemiegesetzes, das für Gotteslästerung die Todesstrafe vorsieht.

Dass die Obersten Richter der Anzeige nachgehen, gilt angesichts des heftigen Machtkampfes zwischen Justiz und Regierung in Pakistan als politisch motiviert. Am Dienstag hatte das Gericht die sofortige Haft für Regierungschef Raja Pervez Ashraf angeordnet, dessen Aufenthaltsort unbekannt ist.

Rehman tauchte länger unter

Rehman war von 2008 bis 2009 Regierungssprecherin, später Parlamentsabgeordnete. Im November 2010 trat sie zusammen mit Gouverneur Salman Taseer für eine Reform des Gesetzes ein. Taseer wurde wegen seiner Ansichten kurz darauf von seinem Bodyguard erschossen. Rehman tauchte für längere Zeit unter.

In Pakistan sind bereits viele Menschen ermordet worden, die unter Blasphemieverdacht geraten waren, auch wenn sie freigesprochen wurden.

Rehman gilt als wichtige Stütze der Pakistanischen Volkspartei (PPP) und der von ihr geführten Regierung. Als Botschafterin Pakistans in den USA hat sie außenpolitisch großen Einfluss.

Rehman galt als enge Vertraute der ermordeten Premierministerin Benazir Bhutto und auch als Unterstützerin von Bhuttos Mann, Asif Ali Zardari, der Chef der PPP-Partei und Präsident von Pakistan.

Quelle: epd/pku
© Berliner Morgenpost 2013 - Alle Rechte vorbehalten
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Eine Sambatänzerin beim Festumzug des Karnevals der Kulturen der Welt teil
11:34Umzug in Kreuzberg
Karneval der Kulturen - So feierte Berlin seine Vielfalt

Pfingsten ist die Zeit der Berliner Version des Karnevals: Am Sonntag zeigte sich Kreuzberg besonders bunt - beim großen Umzug. Rund 700.000 Menschen feierten mit. Das Fest in Bildern und Videos. mehr...


BVG-Tarifverhandlungen stehen vor einer kritischen Runde
13:43Kritische Tarifrunde
Bei der BVG laufen bereits Vorbereitungen für einen Streik

In Berlin drohen neue Streiks im Nahverkehr. Am Dienstag treffen sich die Gewerkschaft und die BVG-Arbeitgeberseite, um über noch einmal über den Tarifvertrag zu beraten, Streikvorbereitungen laufen. mehr...


Der BER war vor allem wegen Mängeln beim Brandschutz nicht gestartet - die zuständige Behörde hatte die Genehmigung der Anlage verweigert
13:07Brandschutzanlage
Am BER startet das erste Umbauprojekt seit Mehdorns Antritt

Wann der BER eröffnet, ist noch immer völlig unklar. Nun soll zumindest ein großes Manko beseitigt werden: Die Sprinkleranlage wird umgebaut, statt einer zentralen soll es drei separate Anlagen geben. mehr...


2011 hatten sich noch alle lieb - Berlins Piraten nach ihrem Einzug ins Abgeordnetenhaus
14:29Abgeordnetenhaus
Neuer Krach bringt Berliner Piraten vor eine Zerreißprobe

Fraktionschef Lauer beschuldigt Parteifreunde, Gerüchte gegen ihn zu streuen. Er droht dem oder der Schuldigen mit Rauswurf. Susanne Graf, die einzige Frau der Fraktion, wirft ihm "Angstmache" vor. mehr...

Leser-Kommentare Kommentare
Leserkommentare sind ausgeblendet.
Kommentare einblenden
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
title
Start-ups in Berlin

Gründerzeit: Die Serie und das Blog der Berliner Morgenpost.

Video Nachrichten mehr
Der Futiklub Absolutely Ferguson
Zeit für Neues Beckham beendet seine aktive Fußballkarriere
Parlament Bundestag debattiert über Atommüllendlager
Cannes Emma Watson spielt Kriminelle in Coppolas Film
 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Straßenfest

Karneval der Kulturen 2013

 
In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote