09.01.2013, 14:47

Austausch Syrische Rebellen lassen iranische Gefangene frei


Der Screenshot des saudischen Senders al-Arabija vom 5. August 2012 zeigt Iraner, die von syrischen Rebellen in Damaskus gefangen genommen wurden

Foto: - / AFP

Katar und die Türkei haben zwischen den syrischen Regime und den Rebellen einen Gefangenenaustausch vermittelt: Die Rebellen lassen 48 Iraner frei, das Regime lässt 2130 Syrer und Türken gehen.

Syrische Rebellen haben am Mittwoch 48 iranische Gefangene freigelassen. Ein Sprecher der iranischen Botschaft in Damaskus sagte der Nachrichtenagentur Fars, die Iraner seien auf freiem Fuß und würden bald in den Iran fliegen. Der Schritt sei Teil eines großangelegten Gefangenaustausches, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Das syrische Regime habe im Gegenzug die Freilassung von 2130 Inhaftierten zugesagt.

Iran ist einer der letzten Verbündeten des syrischen Machthabers Baschar al-Assad.

Der Austausch ist demnach mit Hilfe der Türkei und des Golfemirats Katar vermittelt worden. Unter den vom syrischen Regime inhaftierten Menschen seien auch Türken. Während Anadolu von Zivilisten sprach, berichtete der iranische Nachrichtensender al-Alam, die 2130 Gefangenen seien Rebellen.

Bereits im Spätsommer hatte es Hinweise darauf gegeben, dass das iranische Regime Assad nicht nur mit Waffen und Überwachungs-Technologien, Drohnen und Geldern unterstützt – auch Mitglieder der iranischen Revolutionsgarde, der paramilitärischen Eliteeinheit der Islamischen Republik seien zu Hilfe geeilt.

Bei einigen der iranischen Gefangenen, die jetzt freigelassen wurden, handelte es sich um pensionierte Revolutionswächter, die aber nach Angaben Teherans zum Zeitpunkt ihrer Festnahme in Damaskus nur auf Pilgerfahrt waren.

(dpa/smb)
Mo, 07.01.2013, 14.22 Uhr

Nach der TV-Ansprache des syrischen Präsidenten Bashir al Assad formierte sich ein Begeisterungssturm um den umstrittenen Regimeführer. Bilder, die sich mit internationalen Ansichten beißen.

Video: dapd
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