07.01.13

Nordkoreas Diktator

Kim Jong-un schenkt jedem Kind ein Kilo Süßes

Zu seinem Geburtstag hat Nordkoreas Diktator Kim Jong-un jedem Kind ein Kilogramm Süßigkeiten geschenkt – während viele Bürger Hunger leiden. Das Regime seines Großvaters rief die Tradition ins Leben.

Foto: dpa
Kim Jong-un
Nordkoreas Diktator Kim Jong-un inmitten von Vorschulkindern: Nach Angaben des Regimes wurde Kim am 8. Januar geboren – nur in welchem Jahr?

Sein Geburtstag am Dienstag soll ein Feiertag für alle Staatsbürger sein. Deshalb hat Nordkoreas Diktator Kim Jong-un an jedes Kind im Land ein Kilogramm Süßigkeiten schicken lassen.

Für diese Aktion seien unter anderem Flugzeuge und Hubschrauber mobilisiert worden, berichtete der staatliche nordkoreanische Rundfunk.

In Dörfern auf abgelegenen Inseln habe es bei Ankunft der Maschinen "Explosionen der Freude" gegeben. Jedes Kind im Land bis zum Alter von einschließlich zehn Jahren habe die Geburtstags-Süßigkeiten erhalten.

Verwirrung über das Geburtsjahr

Kim Jong-un hat nach offiziellen nordkoreanischen Angaben am 8. Januar Geburtstag, Verwirrung herrscht aber über sein Geburtsjahr. Verschiedenen Berichten zufolge ist dieses 1982, 1983 oder 1984.

Die Geburtstags-Süßigkeiten haben eine jahrzehntelange Tradition in Nordkorea, wo große Teile der Bevölkerung unter Mangelernährung leiden.

Erstmals wurden die Päckchen für alle Kinder 1980 von Kims Großvater Kim Il-sung verschickt.

Google-Chef reist nach Nordkorea

Trotz Bedenken der US-Regierung reisten indes der frühere amerikanische Gouverneur Bill Richardson und Google-Chef Eric Schmidt zu einem Besuch in Nordkorea ab. Der Besuch habe nichts mit der US-Regierung zu tun, sagte Richardson vor dem Abflug nach Pjöngjang vor Journalisten in Peking.

Er vertrete nicht Washington, wurde der Ex-Gouverneur von New Mexico von der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap zitiert. Richardson hatte vorher gesagt, er betrachte den Besuch als "private humanitäre Aufgabe".

Das US-Außenministerium hatte die Reise als "derzeit nicht besonders hilfreich" kritisiert.

Quelle: AFP/dpa/jw
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