07.01.13

Italien

Berlusconi will jetzt Wirtschaftsminister werden

Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi bringt sich als zukünftiger Wirtschaftsminister Italiens in Stellung. Vor Kurzem hatte er noch öffentlich über einen Euro-Austritt seines Landes sinniert.

Foto: dpa

Silvio Berlusconi wäre künftig lieber Wirtschaftsminister als Ministerpräsident
Silvio Berlusconi wäre künftig lieber Wirtschaftsminister als Ministerpräsident

Italiens früherer Regierungschef Silvio Berlusconi steht nach der Parlamentswahl Ende Februar als Wirtschaftsminister bereit.

Es sei noch unklar, wer im Falle eines Sieges einer Mitte-Rechts-Regierung Ministerpräsident würde, sagte Berlusconi im Rundfunk: "Wir werden das entscheiden, wenn wir gewinnen."

Ihm wäre das Amt des Wirtschaftsministers lieber, stellte er klar. Vermutlich würde der Generalsekretär seiner Partei PDL, Angelino Alfano, dann Regierungschef werden.

"Anführer der Moderaten"

Er habe mit dem Chef der Lega Nord, Roberto Maroni, eine Zusammenarbeit vereinbart, sagte Berlusconi. Demnach wird die PdL ("Volk der Freiheit") Maronis Kandidatur für die nördliche Region Lombardei unterstützen.

Berlusconi sagte, er würde sich als "Anführer der Moderaten" in einer Mitte-rechts-Koalition mit der Lega sehen. Weitere Details zu den Inhalten der Übereinkunft nannte er nicht.

Die Lega Nord zählte zu den Koalitionspartnern der letzten Berlusconi-Regierung. Maroni will noch am Montag eine Pressekonferenz abhalten.

Konservative liegen in Umfragen hinten

Berlusconi hatte im Dezember sein Comeback angekündigt. Damit schürte er in der Euro-Zone Sorgen vor einer Abkehr des Landes vom Sparkurs. Zudem löste er mit Gedankenspielen über einen Euro-Austritt Italiens Empörung aus.

Er hatte im November 2011 den Posten des Regierungschefs für den parteilosen Mario Monti und dessen Technokraten-Kabinett geräumt, als sich die Schuldenkrise in der drittgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone zuspitzte.

Das konservative Lager liegt in Umfragen derzeit hinter einer Mitte-links-Koalition. Monti wiederum hat angekündigt, er stehe für eine zweite Amtszeit bereit. Doch seine Sparpolitik ist bei den Italienern nicht beliebt. Die Wahl findet am 24. und 25. Februar statt.

Quelle: Reuters/jw
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