06.01.2013, 10:11

Nach Newtown-Amoklauf Obama will Waffengesetze drastisch verschärfen


US-Präsident Barack Obama will gegen schärfere Waffengesetze vorgehen

Foto: Charles Dharapak / dapd

US-Präsident Barack Obama will gegen schärfere Waffengesetze vorgehen Foto: Charles Dharapak / dapd

Der Amoklauf von Newtown hat US-Präsident Barack Obama zum Umdenken bewegt. Nach einem Zeitungsbericht will er gegen die laxen Waffengesetze in den USA vorgehen. Ein Recht bleibt jedoch unangetastet.

US-Präsident Barack Obama plant nach Informationen der "Washington Post" eine breite Initiative gegen laxe Waffengesetze, die über das Verkaufsverbot von Sturmgewehren weit hinausgeht.

Die Taskforce, die Obama nach dem jüngsten Amoklauf in einer Schule in Newtown ins Leben gerufen hatte, prüfe unter anderem Hintergrund-Checks bei allen Waffenkäufern. Außerdem sollten der Verkauf und der Wiederverkauf von Waffen auf nationaler Ebene beobachtet und registriert werden.

Als eine weitere Maßnahme seien schärfere Strafen gegen das unerlaubte Waffentragen etwa in der Nähe von Schulen ins Auge gefasst. Auch wer Schusswaffen an Minderjährige abgebe, müsse künftig mit härteren Strafen rechnen, schreibt die Zeitung unter Verweis auf namentlich nicht genannte Quellen.

Recht auf Waffe will Obama nicht antasten

Obama hatte nach dem Massaker von Newtown, bei dem ein junger Mann mit einem Sturmgewehr 27 Menschen tötete, zwar klargemacht, dass er mit aller Schärfe gegen laxe Gesetze vorgehen wolle, aber keine Einzelheiten genannt.

Als eine konkrete Maßnahme galt aber stets ein Verkaufsverbot für halb automatische Sturmgewehre an Privatleute. Mit diesen kann man ohne Nachladen innerhalb kürzester Zeit extrem viele Schüsse abgeben. Vorsitzender der Taskforce ist Vizepräsident Joe Biden.

Obama hatte allerdings auch klargestellt, dass er den zweiten Verfassungszusatz, der das Recht auf den Besitz und das Tragen von Waffen festschreibt, nicht antasten wolle.

Die einflussreiche Waffenlobby National Rifle Association lehnt schärfere Gesetze ab und betonte, im Kern müsse jeder Amerikaner in der Lage sein, einem Angreifer mit einer eigenen Schusswaffe zu begegnen.

(dpa/pku)
Mo, 17.12.2012, 20.37 Uhr

Nachdem ein Amokläufer in der Stadt Newtown/Connecticut ein Massaker in einer Grundschule anrichtete, streiten sich Politiker und die Bevölkerung in den USA über eine Verschärfung der Waffengesetze.

Video: Reuters
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