02.01.2013, 15:55

Angeblicher Wandel Bundesregierung fordert Taten von Nordkorea


Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat sich überraschend für eine Aussöhnung mit dem Süden ausgesprochen. Die Bundesregierung will den überraschenden Sinneswandel noch nicht bewerten

Foto: David Guttenfelder / dapd

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat sich überraschend für eine Aussöhnung mit dem Süden ausgesprochen. Die Bundesregierung will den überraschenden Sinneswandel noch nicht bewerten Foto: David Guttenfelder / dapd

Nach der Ankündigung Nordkoreas, sich mit dem Süden aussöhnen zu wollen, hat die Bundesregierung Diktator Kim Jong-un zum Handeln aufgefordert. Noch sei es zu früh, dessen Rede zu bewerten.

Die Bundesregierung hat die nordkoreanische Führung nach deren Ankündigung eines radikalen politischen Kurswechsels aufgerufen, ihren Worten konkrete Taten folgen zu lassen.

Daran werde man Nordkorea messen, kündigte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Andreas Peschke, am Mittwoch in Berlin an. Entscheidend sei, ob die nordkoreanische Führung sich künftig für eine Entspannung auf der koreanischen Halbinsel einsetze.

Für eine abschließende Bewertung der Rede von Staatschef Kim Jong-un, die widersprüchliche Passagen enthalte, sei es derzeit noch zu früh. Wenn Nordkorea es mit dem Kurswechsel allerdings ernst meine, müsse es künftig provokative Akte wie den Raketenstart im Dezember unterlassen.

Staatschef für Aussöhnung mit Südkorea

Nordkoreas Staatschef hatte sich in einer am Dienstag ausgestrahlten Neujahrsansprache überraschend für eine Aussöhnung mit dem Süden ausgesprochen. Die Beendigung der Konfrontation sei eine wichtige Voraussetzung, um die Teilung des Landes zu überwinden und die Wiedervereinigung zu erreichen, sagte er.

Weil die Nachbarländer nach dem Krieg von 1950 bis 1953 keinen Friedensvertrag unterzeichnet haben, befinden sie sich rein rechtlich noch immer im Kriegszustand.

Es ist nicht das erste Mal, dass das Land eine Aussöhnung anbietet. Bislang hat es den Süden und dessen engen Verbündeten USA jedoch bei fast jeder Gelegenheit verteufelt. Experten zufolge könnte sich Nordkorea um eine Entspannung bemühen, um vom Süden wirtschaftliche Hilfe zu erbitten.

(Reuters/pku)
Di, 01.01.2013, 13.40 Uhr

Nordkoreas Staatschef Kim Jong-un hat sich überraschend für eine Aussöhnung mit Südkorea ausgesprochen. Die Teilung müsse überwunden werden, erklärte Kim in einer aufgezeichneten Neujahrsansprache.

Video: Reuters
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