28.12.2012, 11:01

Manöver Iran fährt Kriegsschiffe an der Straße von Hormus auf

Fr, 28.12.2012, 14.05 Uhr

Der Iran hat ein sechstägiges Seemanöver gestartet. Die offizielle Verlautbarung dazu: Es sei eine Botschaft des Friedens und der Freundschaft an die Nachbarstaaten.

Video: Reuters
Beschreibung anzeigen

Der Iran hat mit Kriegsschiffen, U-Booten und Kampfflugzeugen an der Straße von Hormus seine militärische Stärke demonstriert: Das Manöver auf rund 400.000 Quadratkilometern soll sechs Tage dauern.

Der Iran hat ein groß angelegtes Seemanöver im Persischen Golf inklusive der strategisch wichtigen Straße von Hormus begonnen.

Die langfristig geplante, sechstägige Übung solle die Bereitschaft demonstrieren, das Gebiet gegen potenzielle militärische Bedrohungen zu schützen, sagte Marine-Kommandeur Habibollah Sajari der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.

An der Übung sind Kriegsschiffe, U-Boote, Kampfflugzeuge und Luftkissenboote beteiligt. Schiffe wurden aufgefordert, das Gebiet bis zum 3. Januar zu meiden. Das Manöver erstreckt sich dem Bericht zufolge über eine Fläche von 400.000 Quadratkilometern.

Mehrfach mit Seeblockade gedroht

Im Atomstreit mit dem Westen hatte der Iran mehrfach gedroht, im Falle von Sanktionen gegen seine Ölausfuhren den wichtigen Seeweg zu blockieren. In jüngster Zeit wiederholte die Regierung die Drohung allerdings nicht.

Durch die Meerenge von Hormus werden rund 40 Prozent der weltweiten Seetransporte von Rohöl abgewickelt. Der Westen verdächtigt die iranische Regierung, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms heimlich am Bau von Atomwaffen zu arbeiten.

Israel und die USA haben deshalb auch Militärschläge gegen iranische Atomanlagen nicht ausgeschlossen. Teheran weist die Vorwürfe zurück und droht seinerseits mit einem Einsatz seiner Raketen, die nach Angaben des Militärs 2000 Kilometer weit bis nach Israel fliegen können.

(dpa/dapd/mcz)
Bleiben Sie informiert:
Die Berliner Morgenpost in sozialen Netzwerken.
Folgen Sie uns auf Twitter