20.12.12

Russland

Putin verteidigt Adoptionsverbot für US-Bürger

US-Bürger sollen künftig keine russischen Kinder mehr adoptieren dürfen. Präsident Putin reagiert damit auf Sanktionen der USA.

Foto: AFP
Neues Adoptionsgesetz: Wladimir Putin präsentiert sich als „Kinderschützer“
Neues Adoptionsgesetz: Wladimir Putin präsentiert sich als "Kinderschützer"

Der russische PräsidentWladimir Putinhat sich zum Auftakt seiner Jahrespressekonferenz für das geplante Adoptionsverbot russischer Kinder durch US-Bürger stark gemacht.

Die Regelung sei eine angemessene Antwort auf ein Gesetz in den USA, das Sanktionen gegen Russen wegen Menschenrechtsverletzungen vorsehe, erklärte Putin am Donnerstag in Moskau.

Der "Magnitsky Act", der russische Beamte für Menschenrechtsverletzungen bestraft, vergifte die Beziehungen zwischen Moskau und Washington. Die USA lebten in der Vergangenheit, wenn sie ein anti-russisches Gesetz gegen ein anderes austauschten. Auch die USA würden Menschenrechte verletzen, etwa auf Kuba im Lager Guantánamo. "Stellen Sie sich vor, bei uns gäbe es das", sagte Putin.

Putin kritisiert Kinderschutz in den USA

Überdies sei die Maßnahme eine Reaktion auf Mängel beim Schutz adoptierter russischer Kinder in den USA. Zwar seien die meisten US-Familien, die Kinder adoptieren würden, "freundlich und ehrenwert", aber der Schutz der Kinder sei ungenügend, sagte der Präsident. Misshandlungen würden in den USA nicht verfolgt.

Das neue Gesetz ist inoffiziell nach Dima Jakowlew benannt, einem adoptierten Kleinkind aus Russland, das 2008 in den USA starb, nachdem sein US-Adoptivvater es in einem überhitzten Auto zurückgelassen hatte. Bevor das Gesetz in Kraft treten kann, bedarf es noch der Verabschiedung in einer dritten Lesung durch die Duma, was als Formsache gilt.

Bei der Jahrespressekonferenz wollte der Präsident mehr als 1200 Journalisten aus dem In- und Ausland Rede und Antwort stehen. Erwartet wurden Stellungnahmen Putins zu Russlands Syrienpolitik und zum Umgang mit der Opposition im eigenen Land nach dem Urteil gegen Aktivistinnen der regierungskritischen Punkband Pussy Riot im August.

Quelle: dapd/dpa/mim
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