18.12.2012, 05:31

Nach Raketenstart Nordkoreas Satellit sendet offenbar keine Signale


Am Mittwoch war die Rakete von Nordkorea aus gestartet. Weltweit hatte das Regime dafür massive Kritik geerntet

Foto: Ng Han Guan / dapd

Knapp eine Woche nach dem umstrittenen Raketenstart in Nordkorea bleibt der ins All geschossene Satellit stumm. Ein US-Physiker glaubt, dass er kaputt ist - oder nicht richtig ausgerichtet.

Der von Nordkorea per Trägerrakete ins All beförderte Satellit scheint Beobachtungen eines US-Astrophysikers zufolge nicht zu funktionieren. Der Satellit sende keinerlei Signale aus, sagte Jonathan McDowell vom Harvard-Smithsonian-Zentrum für Astrophysik am Montag. "Unseres Wissens nach funktioniert er nicht." Es sei unklar, ob der am Mittwoch ins All beförderte Satellit nach seinem Start möglicherweise noch funktioniert habe, führte McDowell aus. Er befinde sich aber definitiv im All.

Eine mögliche Erklärung sei, dass er zu schwache Signale aussende, sagte der Astrophysiker. Außerdem schwanke die Helligkeit des Satelliten, was bedeute, dass die Sonne aus verschiedenen Winkeln scheine und der Satellit nicht richtig ausgerichtet sein könnte.

Nordkorea hatte am Mittwoch erfolgreich eine Trägerrakete für Satelliten namens Unha-3 abgefeuert und den zivilen Charakter des Projekts betont. Der Westen vermutet hinter dem Start dagegen einen unzulässigen Raketentest für das nordkoreanische Atomprogramm. Mehrere Nationen hatten das Land vorab aufgefordert, auf das Vorhaben zu verzichten.

(AFP/mkl)
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