16.12.2012, 04:47

Syrien-Konflikt Iran warnt vor drittem Weltkrieg wegen Patriots


Eine Luftabwehrrakete vom Typ "Patriot" wird zu Testzwecken abgeschossen. Bald werden deutsche Soldaten mit dem System an der türkisch-syrischen Grenze stationiert

Foto: - / dapd

Die von der Nato geplante Stationierung von Patriot-Abwehrraketen an der türkisch-syrischen Grenze könnte nach Einschätzung des iranischen Armeechefs einen Weltkrieg heraufbeschwören.

Der iranische Generalstabschef Hassan Firusabadi hat die Planungen für die Stationierung von Patriot-Raketen in der Türkei durch mehrere Nato-Staaten scharf verurteilt. "Die westlichen Staaten wollen einen Weltkrieg anzetteln, indem sie Patriots an der syrisch-türkischen Grenze installieren", sagte Firusabadi am Samstag laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Isna. Dies sei "sehr gefährlich für die Menschheit und auch für die Zukunft Europas".

Die USA, Deutschland und die Niederlande bereiten die Stationierung von Patriot-Raketen in der Türkei vor, nachdem die Regierung in Ankara im Konflikt mit Syrien um Unterstützung gebeten hatte. Die Nato hatte die Stationierung Anfang Dezember beschlossen, nachdem wiederholt syrische Granaten in der Türkei eingeschlagen waren.

Der Bundestag stimmte der Entsendung von bis zu 400 deutschen Soldaten in die Türkei am Freitag mit breiter Mehrheit zu. Das Mandat ist bis zum 31. Januar 2014 befristet. Die deutschen Patriots sollen rund 120 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt im Südosten der Türkei aufgestellt werden.

(AFP/mkl)
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