13.12.12

Anschlag in Syrien

Terroristen töten mehrere Kinder nahe Damaskus

Nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus haben Terroristen bei einem Anschlag nahe einer Grundschule 16 Menschen getötet. Sieben Kinder starben, als ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug explodierte.

Quelle: Reuters
13.12.12 0:59 min.
Nach Angaben des TV-Sender "Al-Manar" wurden 25 weitere Personen, darunter Frauen und Kinder, verletzt. In der Gegend Katana versuchen die Truppen von Baschar al-Assad die Rebellen zurückzudrängen.

Bei einem Autobombenanschlag nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus sind nach unbestätigten Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana und von Anwohnern mindestens 16 Menschen getötet worden.

Unter den Opfern seien sieben Kinder und mehrere Frauen, meldete die Agentur unter Berufung auf Krankenhausangaben.

In der Nähe einer Grundschule in einer Wohngegend im Vorort Katana sei ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug explodiert, hieß es. Der Anschlag soll sich gegen eine Offizierssiedlung gerichtet haben.

Der libanesische Fernsehsender al-Manar berichtete, bei dem Anschlag seien außerdem 25 Menschen verletzt worden.

Bislang 40.000 Tote

Am Mittwoch hatten syrischen Behördenangaben zufolge mehrere Bombenexplosionen das Gebäude des Innenministeriums in Damaskus erschüttert. Dabei seien mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen.

In dem seit 20 Monaten währenden Syrien-Konflikt sind schätzungsweise 40.000 Menschen getötet worden.

Russland schließt Oppositionsieg nicht aus

Russland schließt einen Sieg der Opposition in Syrien nicht aus. "Die Führung verliert mehr und mehr die Kontrolle im Land", sagte Vizeaußenminister Michail Bogdanow der Agentur Itar-Tass zufolge.

Deshalb sei eine Niederlage von Präsident Baschar al-Assad möglich, sagte Bogdanow. Zugleich warnte Moskau erneut davor, die Opposition mit Waffen zu unterstützen.

Assad hatte erst am Mittwoch international weiter an Boden verloren. Die Syrien-"Freundesgruppe" aus mehr als 100 Staaten und Organisationen verständigte sich am Mittwoch in Marrakesch darauf, das Oppositionsbündnis Nationale Koalition als "die legitime Vertretung des syrischen Volkes" anzuerkennen.

Quelle: dpa/dapd/Reuters/jw
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