12.12.2012, 11:47

Marrakesch-Konferenz 130 Staaten erkennen offiziell Syriens Opposition an


Syrische Demonstranten mit der alten Flagge, dem Zeichen der Assad-Gegner

Foto: FRANCISCO LEONG / AFP

Nach den USA und der EU betrachten nun 130 Staaten die Nationalkoaltion als legitime Vertretung Syriens. Assad wird zum Rücktritt geraten.

Syriens Machthaber Baschar al-Assad hat international weiter an Boden verloren. Die Syrien-"Freundesgruppe" aus mehr als hundert Staaten und Organisationen verständigte sich am Mittwoch in Marrakesch darauf, das Oppositionsbündnis Nationale Koalition als "die legitime Vertretung des syrischen Volkes" anzuerkennen. Dies geht aus der Abschlusserklärung des eintägigen Treffens hervor.

Zugleich forderten die Länder dem Entwurf zufolge den Rücktritt von Präsident Baschar al-Assad. Die Länder warnten den Staatschef eindringlich vor einem Einsatz von Chemiewaffen gegen die Bevölkerung.

Zuvor hatten insbesondere die USA, Großbritannien und Frankreich das Oppositionsbündnis anerkannt. Auch die Europäische Union (EU) hat erklärt, sie betrachte das Bündnis als legitime Vertretung der syrischen Bevölkerung.

Die Nationale Koalition war nach langen Streitigkeiten innerhalb der syrischen Opposition erst vor einem Monat gegründet worden.

(Reuters/dpa/ap)
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