12.12.2012, 02:42

Oppositionsbündnis USA erkennen Rebellen als Vertretung Syriens an

Fiscal Cliff Ghosts Past

Foto: dapd

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Die USA erkennen das neu geschmiedete Oppositionsbündnis in Syrien an. Eine militärische Unterstützung der Rebellen lehnt US-Präsident Obama allerdings weiterhin ab.

Die USA haben die oppositionelle Syrische Nationalkoalition als die einzige rechtmäßige Vertretung des syrischen Volkes anerkannt. Das teilte US-Präsident Barack Obama in einem Interview des TV-Senders ABC News mit. Die neu gegründete Nationalkoalition sei "nun umfassend genug", um ihr eine Aufwertung ihres Status' zu gewähren, erklärte er. Der Vorstoß sei "ein großer Schritt" in den internationalen diplomatischen Bemühungen, ein Ende des Regimes von Präsident Baschar al-Assad herbeizuführen.

"Mit der Anerkennung gehen natürlich auch Verantwortlichkeiten einher", mahnte Obama zugleich. Das bedeute, dass sich die Oppositionsbewegung effektiv organisiere, sich als Vertreter aller Parteien verstehe und einen politischen Übergang anstrebe, der die Rechte von Frauen und Minderheiten respektiere.

Der Schritt des US-Präsidenten war erwartet worden und könnte den gegen Assad kämpfende Rebellen neue internationale Unterstützung bringen. Dass die USA die Aufständischen mit Waffen unterstützen, bedeutet die Anerkennung der Opposition allerdings nicht. Eine militärische Hilfe hatte Obama wiederholt abgelehnt.

Vor den USA hatten bereits Großbritannien, Frankreich und mehrere arabische Staaten die im vergangenen Monat in Katar gegründete Syrische Nationalkoalition anerkannt.

(dapd/tma)
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