09.12.2012, 04:36

Satelliten-Träger Nordkorea will Raketenstart offenbar verschieben


Ein nordkoreanischer Soldat vor der Sohae Satelliten-Station in Tongchang-ri

Foto: David Guttenfelder / dapd

Ein nordkoreanischer Soldat vor der Sohae Satelliten-Station in Tongchang-ri Foto: David Guttenfelder / dapd

Der umstrittene Start einer Satelliten-Trägerrakete in Nordkorea könnte sich verzögern. Die Techniker erwägen offenbar, die Rakete nicht wie geplant Mitte Dezember auf den Weg zu bringen.

Nordkorea erwägt die Verschiebung seines umstrittenen Raketenstarts. Die Startvorbereitungen seien zwar in der Endphase, berichteten die Staatsmedien des kommunistischen Landes unter Berufung auf das Komitee für Raumfahrttechnologie.

Doch die Techniker würden "aus einigen Gründen ernsthaft die Möglichkeit untersuchen, die Startzeit für den Satelliten neu einzustellen". Details wurden nicht genannt. Nordkorea hatte ursprünglich ein Startfenster vom 10. bis zum 22. Dezember genannt.

USA vermuten Test für Interkontinantalrakete

Während Nordkorea vom Start einer Satelliten-Trägerrakete spricht, gehen die USA, Südkorea, Japan und andere Länder davon aus, dass erneut die Technologie für eine Interkontinentalrakete getestet werden soll. Eine solche ballistische Rakete ist das wichtigste Trägermittel für einen atomaren Sprengkopf.

Im April war ein Raketentest Nordkoreas fehlgeschlagen. Auch damals sollte nach nordkoreanischen Angaben ein Beobachtungssatellit ins All gebracht werden. Der UN-Sicherheitsrat hatte den Start aufs Schärfste verurteilt.

(dpa/tts)
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