08.12.2012, 10:03

Hurrikan "Sandy" Obama beantragt 60 Milliarden für Sturmopfer


Ein Einwohner New Jerseys vor seinem zerstörten Haus

Foto: Julio Cortez / dapd

Hurrikan „Sandy“ ist die zweit- oder drittteuerste Naturkatastrophe in der Geschichte der USA, der Schaden beträgt 80 Milliarden Dollar. Jetzt soll der Kongress Gelder für die Opfer bewilligen.

US-Präsident Barack Obama hat im Kongress die Freigabe zusätzlicher Gelder in Höhe von 60 Milliarden Dollar (46 Milliarden Euro) zur Unterstützung der vom Hurrikan "Sandy" betroffenen Regionen beantragt. Alles in allem werde "Sandy" die zweit- oder drittteuerste Naturkatastrophe in der Geschichte der USA sein, schrieb ein Vertreter der Haushaltsabteilung des Weißen Hauses, Jeffrey Zients, in einem Brief an den Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, John Boehner.

Die Regierung meine, dass zusätzliche Bundesgelder zur Finanzierung der Rettungseinsätze und der Wiederherstellung der Schutzmaßnahmen gegen weitere Stürme und gegen die Folgen des Klimawandels nötig seien, hieß es in dem Brief. Zients nannte die Summe von 60,4 Milliarden Dollar.

Geld für bessere und solidere Infrastruktur

Die Regierungen der am stärksten von "Sandy" betroffenen Bundesstaaten New York und New Jersey begrüßten den Antrag. Sollte das Geld bewilligt werden, könne damit eine neue Infrastruktur finanziert werden, die "besser und solider" sei als die durch den Sturm zerstörte, erklärten die Gouverneure von New York und New Jersey, Andrew Cuomo und Chris Christie.

Schätzungen zufolge beträgt die Summe der Schäden durch "Sandy" mehr als 80 Milliarden Dollar. Der Hurrikan war Ende Oktober auf die Ostküste der USA getroffen, hatte schwere Verwüstungen und Überschwemmungen angerichtet und 110 Menschen getötet.

Der Antrag auf die Freigabe zusätzlicher Gelder durch den Kongress erfolgt jedoch zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Derzeit verhandelt Obama mit den Republikanern, die die Mehrheit im Repräsentantenhaus haben, über einen Haushaltskompromiss. Gibt es bis Jahresende keine Einigung zwischen Obamas Demokraten und den Republikanern, treten zu Jahresbeginn massive Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen in Kraft.

(AFP/smb)
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