07.12.12

Vatikan

Papst Benedikt ernennt Georg Gänswein zum Erzbischof

Privatsekretär Georg Gänswein wird zum Präfekten des päpstlichen Haushalts mit dem Titel eines Erzbischofs befördert.

Foto: AFP

Papst Benedikt XVI (l.) mit Georg Gänswein: Der Priester aus dem Südschwarzwald erhält den Titel eines Erzbischofs
Papst Benedikt XVI (l.) mit Georg Gänswein: Der Priester aus dem Südschwarzwald erhält den Titel eines Erzbischofs

Papst Benedikt XVI. hat seinen Privatsekretär Georg Gänswein (56)zum Präfekten des päpstlichen Haushalts mit dem Titel eines Erzbischofs ernannt. Das gab der Vatikan am Freitag bekannt.

Der aus dem Südschwarzwald stammende Gänswein, der seit 1995 im Vatikan arbeitet, übernimmt damit den Posten des US-Amerikaners James Michael Harvey (63). Diesen hatte Benedikt XVI. vor zwei Wochen zum Kardinal erhoben und ihm das Amt des Erzpriesters der römischen Basilika Sankt Paul vor den Mauern übertragen.

Schon im Vorfeld war über die Beförderung Gänsweins spekuliert worden. Er hatte bislang einen vergleichsweise geringen Rang in der Hierarchie der Kurie. Damit waren Spannungen programmiert. Schließlich musste der bisherige Priester aus dem Bistum Freiburg selbst hochrangigen Kardinälen mitteilen, dass ein Termin beim Papst nicht jederzeit zu haben ist.

Zugleich waren Interpretationen zur Hand, dass Gänswein durch die Ernennung zum Erzbischof hoch- und wegbefördert werden solle. Schließlich gilt er als Sekretär des Papstes als eine der Schlüsselfiguren der sogenannten Vatileaks-Affäre.

Papst bei "Forbes"-Liste auf Rang fünf

Erst am Donnerstag hatte das Wirtschaftsmagazin "Forbes" Papst Benedikt XVI. auf der diesjährigen Liste der mächtigsten Menschen der Welt auf Platz fünf gesetzt. Das katholische Oberhaupt rangiert damit hinter US-Präsident Barack Obama, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Russlands Präsident Wladimir Putin und dem Microsoft-Gründer Bill Gates. Gegenüber der Vorjahresliste rückte Benedikt XVI. ebenso wie Merkel um zwei Plätze auf. 2011 lag er hinter König Abdullah von Saudi-Arabien.

Als Grundlage für die Bewertung verweist "Forbes" auf die kirchenrechtliche Amtsbeschreibung, nach der der Papst über die "höchste, volle, unmittelbare und universale ordentliche Gewalt" über 1,2 Milliarden Katholiken verfügt. "Sie wenden sich an den Stellvertreter Christi für das letzte Wort in den persönlichsten Entscheidungen des Lebens, einschließlich Geburtenkontrolle, Abtreibung, Ehe und Sterbehilfe."

Negativ wird angemerkt, dass der Papst auch Dissens erlebe, etwa von feministischen Ordensfrauen in den USA. Im vergangenen Jahr schlugen Bemühungen von Missbrauchsopfern um ein Strafverfahren gegen Benedikt XVI. abwertend zu Buche.

Quelle: kna/BMO
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