07.12.12

Säbelrasseln

Japan droht Nordkorea mit Raketenabschuss

US-Kriegsschiffe werden den angekündigten Raketenstart in Nordkorea unmittelbar verfolgen. Japan ordnete bereits einen Abschuss an, sollte die Rakete japanisches Territorium gefährden.

Foto: dpa

Japans Premierminister Noda Yoshihiko hält eine Rede vor einem Flugabwehrraketensystem
Japans Premierminister Noda Yoshihiko schwört die Soldaten auf die Situation ein: Sollte Nordkorea am umstrittenen Raketenstart festhalten und japanisches Territorium gefährden, will er einschreiten

Die USA und andere Länder in der Region Asien-Pazifik bereiten sich auf den umstrittenen Raketenstart in Nordkorea vor. Washington sieht in dem Start einer Weltraumrakete den getarnten Test einer Atomrakete.

Die US-Marine will in der Region stationierte Kriegsschiffe in Position bringen, um den Start zu verfolgen. Die Marine bewege Schiffe, "so dass wir die beste Wahrnehmung der Situation haben", sagte der Befehlshaber des US-Pazifikkommandos, Admiral Samuel Locklear, am Donnerstag (Ortszeit) dem Pentagon zufolge.

Japans Verteidigungsminister Satashi Morimoto erteilte am Freitag den Befehl, die Rakete zu zerstören, sollte sie auf japanisches Territorium zu fallen drohen.

Die südkoreanischen Streitkräfte würden die Lage um den Raketenstart im Nachbarland genau beobachten und entsprechende Vorbereitungen treffen, hieß es aus dem Verteidigungsministerium in Seoul. Details wurden nicht genannt.

Vorbereitung durch Schnee behindert?

Während Nordkorea von einem Satellitenstart spricht, gehen Japan, die USA, Südkorea und andere Länder davon aus, dass erneut die Technologie für eine Interkontinental-Atomrakete getestet werden soll. Als Startfenster nannte das kommunistische Regime in Pjöngjang die Zeit vom 10. bis 22. Dezember.

Allerdings könnte es sein, dass Schnee die Vorbereitung für den Start behindert. Unter Hinweis auf Satellitenbilder hieß es in Südkorea, alle drei Stufen der Rakete seien inzwischen auf der Abschussrampe montiert worden, die Arbeiten seien aber noch nicht abgeschlossen.

Ein Start der Rakete am Montag sei aber immer noch möglich. Bereits im April hatte Pjöngjang einen ähnlichen Raketenstart unternommen. Er scheiterte jedoch kurz nach dem Start.

Quelle: dpa/dapd/mcz
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