21.11.12

Gaza-Konflikt

Keine Waffenruhe – Hillary Clinton schaltet sich ein

Neben Außenminister Westerwelle und Ägyptens Präsidenten Mursi ringt nun auch US-Außenministerin Clinton um eine Feuerpause in Gaza. Bisher konnten sich Israel und die Hamas nicht einigen.

Foto: Getty Images
Israeli Troops Continue To Gather On Border As Ceasefire Talks Are Sought
US-Außenministerin Clinton bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu

Ungeachtet der fortgeschrittenen Verhandlungen über einen Waffenstillstand hat Israel seine Luftangriffe auf den Gazastreifen fortgesetzt. Gleichzeitig feuerten die Palästinenser erneut Raketen nach Israel.

Ein israelischer Radiosender zitierte einen Regierungsvertreter mit den Worten, Probleme bei den Verhandlungen zwischen Israel und der radikal-islamischen Hamas hätten in letzter Minute eine Waffenruhe verzögert. Israel hatte noch am Abend seine Bombardierungen verstärkt – etwa alle zehn Minuten erfolgte ein Luftangriff.

Hillary Clinton in Jerusalem eingetroffen

Derweil schaltete sich auch US-Außenministerin Hillary Clinton als Vermittlerin ein und rief nach ihrer Ankunft in Jerusalem am Dienstagabend zu einer dauerhaften Lösung im Konflikt zwischen Israel und radikalen Palästinensern im Gazastreifen auf. "Das Ziel muss ein tragfähiges Ergebnis sein, das die regionale Stabilität fördert und die Sicherheit und legitimen Erwartungen sowohl der Israelis als auch der Palästinenser voranbringt", sagte Clinton bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.

Dieser erklärte, er würde eine diplomatische Lösung der Krise begrüßen, drohte aber gleichzeitig mit einem weiteren militärischen Vorgehen. Er sei bereit, alle nötigen Maßnahmen zu ergreifen, sagte Netanjahu.


Inmitten des diplomatischen Ringens um eine Waffenruhe hatten die israelischen Streitkräfte ihre Angriffe auf den Gazastreifen fortgesetzt und auch radikale Palästinenser feuerten weiterhin Raketen auf israelisches Gebiet.


Mehr als 130 Tote


Seit Beginn der jüngsten Offensive der israelischen Streitkräfte gegen militante Palästinenser vor knapp einer Woche sind im Gazastreifen mindestens 133 Menschen getötet worden. Auf israelischer Seite kamen fünf Menschen ums Leben.

Am Dienstag wurden ein Soldat und ein ziviler Angestellter der israelischen Streitkräfte bei palästinensischen Raketenangriffen getötet. Im Gazastreifen waren nach Angaben der Gesundheitsbehörden mindestens 54 Zivilisten unter den Toten, rund 840 Menschen wurden verwundet, darunter 225 Kinder.


Im Gazastreifen wurden am Dienstag auch drei palästinensische Journalisten getötet. Wie der von der radikalislamischen Hamas betriebene Sender mitteilte, wurden zudem zwei Kameraleute bei einem israelischen Luftangriff getötet, obwohl ihr Wagen als Pressefahrzeug gekennzeichnet war.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden in Gaza wurde auch ein dritter Journalist getötet. Er habe für eine private Radiostation gearbeitet. Israel äußerte sich zunächst nicht dazu. Gezielte Angriffe auf Journalisten gab es bislang nicht.


Die israelische Luftwaffe flog seit Beginn der Offensive am Mittwoch vergangener Woche fast 1.500 Angriffe. Die Hamas schoss mehr als 1000 Raketen auf Israel ab.

Quelle: dapd/tts
Quelle: dapd
20.11.12 0:54 min.
Niemand hat gesagt, es würde einfach sein. Auslandsreporter in Krisengebieten brauchen gute Nerven und eine gehörige Portion Mut. Und das alles, um den Zuschauer vor dem Fernseher zu informieren.
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