13.11.12

Hygienemängel

Syrien leidet jetzt auch noch unter Beulenpest

Die Kämpfe zwischen Regierung und Opposition haben in Syrien bereits Tausende Menschenleben gefordert. Doch es kommt noch schlimmer: In der Stadt Homs sind Fälle von Beulenpest aufgetreten.

Foto: REUTERS

Ein unsichtbarer Feind erschwert den Menschen in Homs das Leben zusätzlich: Es sind erste Fälle der Beulenpest aufgetreten
Ein unsichtbarer Feind erschwert den Menschen in Homs das Leben zusätzlich: Es sind erste Fälle der Beulenpest aufgetreten

In der umkämpften syrischen Stadt Homs sind nach Angaben lokaler Kirchenkreise Fälle von Beulenpest aufgetreten. Die Krankheit sei in den weitgehend verlassenen Innensta dtvierteln Khalydye, Hamidiye und Bustan Diwan festgestellt worden, meldet der vatikanische Pressedienst Fides am Dienstag. Dort hielten sich infolge der Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungseinheiten nur noch rund 80 Personen auf.

Zu Infektionen sei es aufgrund dramatischer hygienischer Bedingungen gekommen, schreibt Fides unter Berufung auf eine Christengruppe im Jesuiten-Konvent Al Moukhalless. Auf den Straßen und in den Ruinen lägen weiterhin Leichen sowie Tierkadaver, die bislang nicht hätten geborgen werden können.

Zum ersten Mal seit Monaten hätten Hilfsteams von Rotem Kreuz und Rotem Halbmond nach langen Verhandlungen die Innenstadtbezirke von Homs besuchen können, so Fides. Sie hätten Medizin, Erste-Hilfe-Kits sowie Lebensmittel verteilt und medizinische Hilfe geleistet.

Aufruf zur Einheit

Unterdessen forderten Europäische Union und Arabische Liga Syriens Oppositionelle zur Einheit auf. In einer Erklärung zum Abschluss eines Außenministertreffens in Ägyptens Hauptstadt Kairo am Dienstag begrüßten die Staatengemeinschaften den Zusammenschluss der bislang zerstrittenen Regimegegner als wichtigen Schritt.

Sie ermahnten die syrischen Oppositionellen, an dieser Koalition festzuhalten. Die Allianz riefen sie auf, niemanden in der syrischen Gesellschaft auszuschließen.

Angesichts von rund 2,5 Millionen Flüchtlingen äußerten sich EU und Liga besorgt über die humanitäre Notlage. Die Gewalt müsse unbedingt beendet werden. Syriens bislang zerstrittene Opposition hatte sich am Sonntag zu einer "Nationalen Koalition" zusammengeschlossen.

Quelle: KNA/dpa/fp
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