13.11.12

Fall Petraeus

FBI ermittelt im Sexskandal auch gegen Isaf-General

Der Sexskandal um David Petraeus weitet sich aus: Isaf-Kommandeur John Allen soll "unangemessene" Mails an eine Freundin verschickt haben.

Foto: dpa/dapd/REUTERS

CIA-Sexaffäre weitet sich aus: John Allen und Jill Kelley rücken ins Visier der FBI-Ermittler
CIA-Sexaffäre weitet sich aus: John Allen und Jill Kelley rücken ins Visier der FBI-Ermittler

Der Sexskandal um den zurückgetretene CIA-Chef David Petraeus weitet sich aus: Medienberichten zufolge ermittelt das Pentagon nun gegen den bisherigen Kommandeur der Afghanistan-Schutztruppe Isaf, US-General John Allen.

Dieser soll potenziell "unangebrachte" E-Mails an die Petraeus-Familienfreundin Jill Kelley geschickt haben, wie BBC und Bloomberg am Dienstag meldeten. Welcher Natur diese Mails waren, blieb zunächst unklar.

Nach dem Rücktritt des ehemaligen CIA-Chefs David Petraeus ist auch der US-Kommandeur in Afghanistan, General John Allen, in den Fokus von Ermittlern geraten.

Allen habe möglicherweise "unangemessene" E-Mails an Jill Kelley, eine Freundin von Petraeus und dessen Frau, geschickt, sagte ein Mitarbeiter des Pentagons am Dienstag. Petraeus wies die Anschuldigungen zurück.

FBI untersucht Mails von Allen und Kelley

Der Inlandsgeheimdienst FBI untersuche derzeit rund 30.000 Seiten an Korrespondenz zwischen dem ISAF-Kommandeur und Kelley.

Die Freundin hatte mit anderen E-Mails die Affäre zwischen Petraeus und dessen Biografin Paula Broadwell ans Licht gebracht.

Die Affäre zwischen Broadwell und Petraeus wurde aktenkundig, nachdem die 37-jährige Kelley über Droh-Mails geklagt hatte, die offenbar von Broadwell versandt worden waren. Kelly hatte sich daraufhin an das FBI gewandt. Broadwell hatte in Kelly angeblich eine Nebenbuhlerin gesehen. Daraufhin hatte das FBI die außereheliche Affäre von Petraeus mit seiner Biografin Broadwell aufgedeckt.

Bei den Nachforschungen kamen Textnachrichten zwischen Broadwell und Petraeus ans Licht, zu denen die beiden befragt wurden. Der Pentagon-Mitarbeiter sagte, es gebe eine "deutliche Möglichkeit", dass die nun gefundenen E-Mails von Allen etwas mit dem Fall zu tun hätten.

US-Verteidigungsminister Leon Panetta erklärte, er habe am Sonntag von dem Fall erfahren und ihn an die interne Ermittlungsabteilung des Pentagons weitergegeben.

Neues Amt liegt auf Eis

Den Senat habe er gebeten, bis zu einer Klärung der Vorwürfe die geplante Ernennung Allens zum Nato-Oberbefehlshaber für Europa auf Eis zu legen.

Allen soll nach bisheriger Planung im Jahr 2013 auf US-General James Stavridis folgen. Neuer ISAF-Kommandeur soll der US-General Joseph Dunford werden.

Am Montag hatten rund ein Dutzend Beamte der US-Bundespolizei das Wohnhaus von Broadwell durchsucht. Ihre Affäre mit Petraeus, die offenbar im September 2011 begann und vor vier Monaten endete, erregt weiter die Gemüter. Dabei spielt einerseits eine Rolle, dass US-Präsident Barack Obama gerade in der vergangenen Woche wiedergewählt wurde, wenige Tage vor dem Rücktritt von Petraeus, andererseits auch die mögliche Weitergabe geheimer Informationen an Broadwell.

Quelle: dpa/AFP/mim
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