13.11.12

Syrien

Rebellen stellen Bedingungen für Militärintervention

Eine ausländische Militärintervention wollen Syriens Aufständische nur dulden, wenn der Einsatz mit ihnen koordiniert wird. Ansonsten würden sie fremde Truppen genauso empfangen wie die von Assad.

Foto: dpa

Kämpfer der Freien Syrischen Armee (FSA) in Aleppo
Kämpfer der Freien Syrischen Armee (FSA) in Aleppo

Die syrischen Rebellen stellen ungeachtet des andauernden Blutvergießens in ihrem Land Bedingungen für den Fall einer ausländischen Militärintervention. Ein solcher Einsatz müsse mit den Aufständischen koordiniert werden, sonst würden fremde Soldaten als Feinde wie die Truppen von Baschar al-Assad behandelt, sagte Bassam al-Dade, politischer Berater der Freien Syrischen Armee (FSA), der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu in Kairo.

Er reagierte auf Äußerungen des Befehlshabers der britischen Streitkräfte, Sir David Richards, der ein Eingreifen aus humanitären Gründen nicht völlig ausgeschlossen hatte. Richards hatte dem britischen Sender BBC erklärt, man müsse sich mit der Frage einer Intervention befassen. Wenn sich die humanitäre Situation weiter verschlechtere, könne dies Gründe für ein begrenztes Eingreifen liefern. Militärisch sei dies auch machbar.

Al-Dade sagte, britische Truppen könnten nicht einfach, wann immer sie wollten, nach Syrien kommen, berichtete Anadolu in der Nacht zum Dienstag. Syrien habe "Besitzer". "Wir trauen den Briten nicht und betrachten ihre Absicht nach Syrien zu kommen als schlecht. Wenn das Regime gestürzt ist, werden sie das Land entlang ethnischer und konfessioneller Linien teilen", sagte er.

Human Rights Watch nimmt Opposition in die Pflicht

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) forderte vom neuen syrischen Oppositionsblock ein deutliches Signal gegen Menschenrechtsverletzungen. Wie die Organisation in New York mitteilte, sei eine klare Ansage an die syrischen Kämpfer nötig, dass diejenigen, die Menschenrechte verletzen, dafür zur Verantwortung gezogen würden.

Diese Botschaft müssten auch jene Länder an die Aktivisten senden, die die Opposition mit Waffen oder Geld unterstützen.

Die Menschenrechtler haben nach eigenen Angaben mehr als ein Dutzend Hinrichtungen von Angehörigen der Regimestreitkräfte durch Oppositionelle dokumentiert sowie Fälle von Misshandlung und Folter in von Rebellen betriebenen Haftanstalten.

Quelle: dpa/ks
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