22.10.12

Kuba

Fidel Castro zeigt sich wieder in der Öffentlichkeit

Seit Monaten ist Fidel Castro nicht mehr öffentlich aufgetreten. Den Spekulationen zum Trotz gab es jetzt ein Lebenszeichen des 86-Jährigen.

Foto: AFP

Kubas Ex-Staatschef Fidel Castro hat sich allen Gerüchten um seinen verschlechterten Gesundheitszustand zum Trotz in der Öffentlichkeit gezeigt. Das belegt ein Foto, das der frühere venezolanische Vize-Präsident Elías Jaua nach einem Treffen mit dem 86-Jährigen in Havanna präsentierte
Kubas Ex-Staatschef Fidel Castro hat sich allen Gerüchten um seinen verschlechterten Gesundheitszustand zum Trotz in der Öffentlichkeit gezeigt. Das belegt ein Foto, das der frühere venezolanische Vize-Präsident Elías Jaua nach einem Treffen mit dem 86-Jährigen in Havanna präsentierte

Kubas Ex-Staatschef Fidel Castro (86) hat sich inmitten von Krankheitsgerüchten in der Öffentlichkeit gezeigt. Das zumindest soll ein Foto belegen, das Venezuelas früherer Vize-Präsident Elías Jaua am Sonntag in Havanna nach einem Treffen mit Castro am Tag zuvor präsentierte. Auf dem Bild ist Fidel Castro mit Jaua und anderen Personen zu sehen. Castro trägt dabei einen Strohhut und lächelt leicht in die Kamera. Fernsehaufnahmen waren von dem Treffen zunächst nicht im Umlauf.

Außerdem nahm Fidel am Sonntag an den Kommunalwahlen teil. Er schickte seinen Wahlzettel per Boten an sein Wahllokal in Havanna, wie die Webseite der Regierung Cubadebate am Abend berichtete. Bereits in den vergangenen Jahren seit seiner Erkrankung hatte sich Castro stets für die Briefwahl entschieden.

Der betagte Revolutionsführer soll Jaua zudem selbst am Sonnabend ins Hotel Nacional in Havanna begleitet haben, wie Hotelangestellte berichteten. In den vergangenen Tagen waren wieder einmal Gerüchte über den Gesundheitszustand Castros im Umlauf gewesen. Vor allem im sozialen Netzwerk Twitter sorgten Interview-Äußerungen des venezolanischen Arztes José Rafael Marquina für Gesprächsstoff.

Castro soll Hirnembolie erlitten haben

Der aus Venezuela emigrierte Mediziner hatte am Donnerstag der Zeitung "ABC" in Spanien gesagt, Fidel Castro habe eine "massive Embolie" in einer Arterie der rechten Gehirnhälfte erlitten. Staatliche Medien in Venezuela bezeichneten den Mediziner als "Scharlatan". Er habe auch falsche Prognosen über den Gesundheitszustand von Staatschef Hugo Chávez gemacht. Castros Sohn Alex hatte die Gerüchte über seinen Vater dementiert: "El Comandante ist wohlauf und macht seine alltäglichen Dinge."

Befeuert wurden die Spekulationen dadurch, dass Castro seit März nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen wurde. Damals war er mit Papst Benedikt XVI. auf Kuba zusammengetroffen. Seit Juni erschien auch keine neue Ausgabe seiner Kolumne "Reflexiones de Fidel" mehr. Auch hatte man eine Reaktion Castros auf den Erfolg seines "Ziehsohnes" Chávez bei der Präsidentschaftswahl am 7. Oktober in Venezuela vermisst.

Gerüchte um Gesundheit zurückgewiesen

Auf Cubadebate wies der 86-Jährige am Montag die Spekulationen um seinen Zustand zurück. Er leide nicht einmal an Kopfschmerzen, erklärte Castro.

Fidel Castro regierte Kuba von 1959 bis 2006. Nach einer schweren Erkrankung, über die keine Einzelheiten bekannt gegeben wurden, hatte er die Regierungsgeschäfte seinem fünf Jahre jüngeren Bruder Raúl Castro übergeben.

Fotos wurden zuletzt Anfang April veröffentlicht, als Fidel Castro die chilenische Studentenführerin Camila Vallejo empfing.

Quelle: dpa/AFP/epd/mim
© Berliner Morgenpost 2013 - Alle Rechte vorbehalten
Die Favoriten unseres Homepage-Teams
Eurovision Song Contest - Grand Final
18.05.13Minutenprotokoll
Emmelie aus Dänemark gewinnt Song Contest 2013

Deutschland rechnete sich gute Chancen aus, landet aber nur auf dem 21. Platz. Emmelie de Forest gewinnt mit ihrem Song "Only Teardrops". Damit findet der nächste ESC in Kopenhagen statt. mehr...

Die Norwegerin Margaret Berger gilt als Favorit
17.05.13ESC 2013
Eurovision Song Contest - Stimmen Sie für Ihren Favoriten

Am Sonnabend tritt Cascada mit ihrem Dance-Song "Glorious" für Deutschland beim Eurovision Song Contest in Malmö an. Bei den Buchmachern stehen aber Dänemark und Norwegen ganz vorn. mehr...


Madleen Borngräber leidet an einer seltenen Krankheit
18.05.13Krebs-Gen wie Angelina Jolie
Warum sich eine Berliner Studentin die Brüste amputieren ließ

Madleen Borngräber (25) trägt das Krebs-Gen in sich. Deshalb ließ sie sich vorsorglich die Brüste entfernen. Genau wie Schauspielerin Angelina Jolie, die vor kurzem damit an die Öffentlichkeit ging. mehr...


Tod im Badeparadies: Ein 15-Jähriger starb in „Tropical Island“
18.05.13Badeunfall
15-Jähriger stirbt beim Baden im Freizeitparadies "Tropical Islands"

Im Freizeitbad "Tropical Islands" ist ein Jugendlicher leblos im Wasser gefunden worden. Der Junge wurde noch in eine Klinik gebracht. Doch alle Versuche, ihn wiederzubeleben, scheiterten. mehr...

Leser-Kommentare Kommentare
Leserkommentare sind ausgeblendet.
Kommentare einblenden
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
title
Start-ups in Berlin

Gründerzeit: Die Serie und das Blog der Berliner Morgenpost.

Video Nachrichten mehr
Der Futiklub Absolutely Ferguson
Zeit für Neues Beckham beendet seine aktive Fußballkarriere
Parlament Bundestag debattiert über Atommüllendlager
Cannes Emma Watson spielt Kriminelle in Coppolas Film
 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Großeinsatz

Feuer in Berliner Autowaschanlage

 
In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote