Militärforscher
Iran könnte bald Atombomben-Uran produzieren
Bis der Iran geeignetes Uran für eine Atombombe herstellen kann, dauert es nach Einschätzung eines Militärforschungsinstituts nicht mehr lange. Für einen Sprengkopf dauere es aber noch mehrere Monate.
Der Iran könnte nach Einschätzung eines US-Militärforschungsinstituts in wenigen Monaten genügend hoch angereichertes Uran für eine Atombombe herstellen.
Binnen zwei bis vier Monaten könnte Teheran 25 Kilogramm Uran für die Verwendung in einem Sprengkopf produzieren, teilte das ISIS in Washington in einem Bericht mit, der am Montag veröffentlicht werden sollte und der der Nachrichtenagentur AP vorliegt. Dennoch benötige Teheran mehrere Monate, um Objekte für unterirdische Tests herzustellen und noch länger, um einen vollständigen Sprengkopf zu bauen, vermuten die Experten.
Sollte der Iran jedoch beispielsweise in seiner umstrittenen Anreicherungsanlage in Fordo waffenfähiges Uran in großem Stil anzureichern beginnen, würde dies demnach sehr bald von den USA und der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) bemerkt werden.
800 Zentrifugen unter der Erde
In der unterirdischen Anlage stehen rund 800 Zentrifugen, die Uran auf einen Reinheitsgrad von 20 Prozent anreichern können. 2000 weitere seien bereits installiert worden, heißt es.
Wenn diese in Betrieb genommen würden, könnte Fordo seine Kapazität laut ISIS auf bis zu 30 Kilogramm pro Monat erhöhen. Für Atomwaffen wird auf mindestens 85 Prozent angereichertes Uran benötigt.
Die USA und ihre Verbündeten verdächtigen den Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms an der Entwicklung einer Atombombe zu arbeiten. Der Iran weist die Vorwürfe zurück. US-Vertreter gehen davon aus, dass der Iran sich noch nicht zum Bau einer Atombombe entschlossen hat.















