16.09.12

Gefechte

Islamisten attackieren Sicherheitskräfte auf dem Sinai

Gefechte auf der Sinai-Halbinsel: Islamistische Kämpfer griffen mit Raketen ägyptische Grenzschützer an. Israel stellt Flüge nach Kairo ein.

Foto: AFP
Neben Raketen setzten die Angreifer auch  automatische Gewehre ein. Die Sicherheitskräfte gingen  zum Gegenangriff über
Neben Raketen setzten die Angreifer auch  automatische Gewehre ein. Die Sicherheitskräfte gingen zum Gegenangriff über

Nach Raketenangriffen islamistischer Kämpfer auf Sicherheitskräfte hat es auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel am Sonntag heftige Gefechte gegeben. Nach offiziellen Angaben richteten sich die Attacken gegen ein Gebäude der Sicherheitskräfte in der nördlichen Ortschaft Al-Arisch. Neben Raketen setzten die Angreifer demnach auch automatische Gewehre ein. Die Sicherheitskräfte gingen den Angaben zufolge zum Gegenangriff über.

Nach Angaben von Augenzeugen kam es zu einem mehr als einstündigen Schusswechsel zwischen den Angreifern und Sicherheitskräften, die vom Dach ihres Stützpunkts aus feuerten. Sieben Menschen wurden verletzt. Neben drei Soldaten seien auch vier Zivilisten, darunter ein kleines Mädchen und eine alte Frau, unter den Opfern der Kämpfe in den Ortschaften El Arisch, Scheik Sweid und Rafah, hieß es aus ägyptischen Sicherheitskreisen.

Die Aufständischen hätten sich zunächst in einer Schule in Scheik Sweid verschanzt und Kinder als Geiseln genommen, später seien sie alleine geflohen. Die Attacke der militanten Islamisten war offenbar eine Reaktion auf die Festnahme von vier Verdächtigen.

Auf dem Sinai waren am 5. August bei einem Angriff 16 ägyptische Grenzschützer getötet worden. Daraufhin startete die Armee einen großangelegten Einsatz in der Region, die an Israel und den palästinensischen Gazastreifen grenzt. Laut dem Friedensvertrag mit Israel ist die Präsenz der ägyptischen Sicherheitskräfte auf der vor allem von Beduinen besiedelten Halbinsel beschränkt. Infolge des Sturzes des langjährigen Präsidenten Husni Mubarak im Februar 2011 gab es auf dem Sinai eine deutliche Zunahme von Anschlägen.

Die israelische Fluggesellschaft El Al kündigte derweil laut einem Medienbericht an, erstmals seit dem Friedensabkommen von aus dem Jahr 1979 nicht mehr die ägyptische Hauptstadt Kairo anzufliegen. Die Zeitung "Maariv" zitierte aus einem Schreiben von El-Al-Chef Elieser Schkedi an das Außenministerium, dass die Verbindung wegen der hohen Kosten für die Sicherheitsvorkehrungen "umgehend" eingestellt werde. Seit dem Jahr 1979 flog El Al einmal pro Woche von Tel Aviv nach Kairo. Das Außenministerium bestätigte zunächst nur den Eingang des Briefs.

Quelle: afp/dpa/bee
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