08.08.2012, 18:41

Wisconsin Sikh-Attentäter erschoss sich laut FBI selbst

Wade Michael Page, 40, is seen in this undated picture from a myspace.com web page for the musical group "End Apathy"

Foto: REUTERS

Am Sonntag tötete er in einem Sikh-Tempel sechs Menschen. Anschließend soll sich Wade Michael Page selbst erschossen haben, wie das FBI jetzt mitteilte. Auch eine Ex-Freundin wurde verhaftet.

Der Amokläufer in einem Sikh-Tempel im US-Staat Wisconsin hat sich nach Angaben des FBI mit einem Schuss in den Kopf selbst getötet, nachdem er in einem Feuergefecht von Polizeikugeln getroffen wurde.

Der ehemalige Soldat, der am Sonntag in Oak Creek sechs Menschen erschoss, sei den bisherigen Ermittlungen zufolge ein Einzeltäter, teilte eine Sprecherin der US-Bundespolizei am Mittwoch in Milwaukee mit. Sein Motiv sei noch nicht geklärt, fügte sie hinzu. Zunächst hatte es geheißen, der Mann sei von der Polizei erschossen worden.

Festnahme einer früheren Freundin

Das FBI bestätigte außerdem die Festnahme einer früheren Freundin des Schützen. Sie wurde demnach bereits am Sonntag von der Polizei in South Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin in ihrem Haus im Zusammenhang mit Waffenbesitz festgenommen. Ihr Fall habe aber nichts mit dem Vorfall in dem Sikh-Tempel und mit dem Schützen zu tun.

Nach dem Amoklauf wurden Indizien bekannt, die auf Rassenhass und Rechtsextremismus des Amokläufers hindeuteten. Wayne Page war demnach ein aus dem Militärdienst entlassener Soldat, der in rechtsextremen Bands mit Namen wie Definite Hate und End Apathy spielte. Außerdem postete er immer wieder in Internetforen für Skinheads.

(dapd/AFP/fp)
Mo, 06.08.2012, 07.25 Uhr

Im Bundesstaat Wisconsin gibt es nach einem bewaffneten Anschlag sieben Tote, darunter den mutmaßlichen Schützen. Die Polizei stufte die Schießerei als einen Fall von "Inlandsterrorismus" ein.

Video: Reuters
Beschreibung anzeigen
Bleiben Sie informiert:
Die Berliner Morgenpost in sozialen Netzwerken.
Folgen Sie uns auf Twitter