03.08.12

Tod durch Erhängen

Japan vollstreckt erneut zwei Todesurteile

In Japan sind zwei verurteilte Mörder hingerichtet worden. Die Zahl der vollstreckten Todesstrafen steigt in diesem Jahr damit auf fünf. 2011 hatte Japan noch auf Exekutionen verzichtet.

Ungeachtet internationaler Kritik an der Todesstrafe hat Japan zwei verurteilte Mörder hingerichtet. Die beiden Männer im Alter von 31 und 40 Jahren seien am Freitag in der Hauptstadt Tokio sowie in Osaka gehängt worden, meldete die Nachrichtenagentur Jiji Press.

Ende März waren bereits Todesurteile gegen drei Mörder vollstreckt worden, nachdem Japan 2011 auf Exekutionen verzichtet hatte. Damit stieg die Zahl der Hinrichtungen im laufenden Jahr auf fünf.

Der hingerichtete 31-Jährige war zum Tode verurteilt worden, weil er 2007 zwei Verwandte getötet und ihr Geld gestohlen hatte. Der 40-Jährige hatte 2002 ein 19 Jahre altes Mädchen entführt, vergewaltigt und anschließend verbrannt.

Japan gehört mit den USA zu den wenigen Demokratien, die noch immer die Todesstrafe verhängen. "Wir müssen vernünftige Entscheidungen treffen. Aber wenn wir zu dem Entschluss kommen, dass ein bestimmter Fall eine Hinrichtung zwangsläufig erfordert, dann sollten wir unserer Ansicht nach nicht zögern", zitierte die Nachrichtenagentur Kyodo Justizminister Makoto Taki. Es waren die ersten beiden Exekutionen seiner Amtszeit.

Scharfe Kritik von Kritik Amnesty International

Amnesty International Japan verurteilte die Hinrichtungen. Die Menschenrechtsorganisation kritisierte die Regierung in Tokio für ihr "rigides Festhalten an Exekutionen" und forderte eine Änderung der Landesgesetze. Selbst wenn die Todesstrafe unter japanischem Recht legal sei, so widerspreche sie internationalen Normen zum Schutz der Menschenrechte.

In japanischen Todeszellen sitzen 130 Menschen, darunter auch Shoko Asahara, der Gründer der Aum-Sekte, die die Verantwortung für die Giftgasanschläge auf die Tokioter U-Bahn von 1995 mit zwölf Toten und Tausenden Verletzten trägt.

Quelle: dpa/AFP/mcz
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