Integration
Minister fordert Türkei zum Bau von Kirchen auf
Dienstag, 28. Oktober 2008 08:43 - Von Kristian FrigeljDie Moschee-Eröffnung in Duisburg wurde als gutes Zeichen für die Integration von Türken in Deutschland gefeiert. Jetzt fordert NRW-Integrationsminister Laschet (CDU) eine Gegenleistung. Er will Kirchen in der Türkei bauen und Imame nur in Deutschland ausbilden. Und das ist noch nicht alles.
Nach der Moschee-Einweihung in Duisburg wird in Deutschland die Gründung
christlicher Kirchen auf türkischem Staatsgebiet in neuer Lautstärke
gefordert. „Wenn es die Türkei ernst meint mit der Religionsfreiheit, dann
muss sie den Bau der Pauluskirche in Tarsus vorantreiben und genehmigen. Das
ist ein erster Prüfstein“, sagte der nordrhein-westfälische
Integrationsminister Armin Laschet (CDU) im Gespräch mit Morgenpost Online.
Minister Laschet ging mit seinen Forderungen noch weiter: „Was für Tarsus gilt, muss auch für andere Städte in der Türkei gelten, etwa Antalya oder Alanya.“ Viele Deutsche, die als Touristen kämen oder sich in den Urlauberorten auf Dauer niederließen, müssten die Chance haben, eine christliche Kirche aufsuchen zu können.
Am Wochenende hatte Laschet mit dem obersten Religionshüter der Türkei, dem Präsidenten des Amtes für religiöse Angelegenheiten, Ali Bardakoglu, gesprochen, der zur Moschee nach Duisburg gereist war.
Der Integrationsminister fordert zudem, dass die in den Moscheen predigenden Imame nicht mehr aus der Türkei nach Deutschland geschickt werden sollen. „Die Imamausbildung für Moscheen in Deutschland muss auf Dauer hier stattfinden. Die Imame müssen deutsch beherrschen und sollten nicht mehr wie Diplomaten befristet aus der Türkei entsandt werden“, sagte Laschet.
Der Integrationsminister hält auch eine stärkere Selbstständigkeit der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (Ditib) für unerlässlich, die als Dachverband für 875 Moscheegemeinden ihren Sitz in Köln hat und eine umstrittene Großmoschee im Stadtteil Köln-Ehrenfeld bauen wird. Ditib ist bisher besonders weisungsabhängig von der türkischen Regierung. „Die Ditib braucht auf Dauer eine größere Unabhängigkeit“, sagte Laschet.






















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