Deutschland
Hamas manipuliert Kleinkinder über TV-Shows
Montag, 15. Dezember 2008 12:30 - Von Alexander RitzmannAufrufe zum Mord, Verschwörungstheorien und Propaganda: Über Fernsehen und Internet radikalisiert die Hamas Muslime. Mit Plüschtieren in TV-Shows werden sogar Kleinkinder manipuliert. Die Hamas ist auch in Deutschland aktiv und hat jetzt das extremistische Pendant zu youtube ins Leben gerufen.
Kennen Sie youtube, die Internetplattform, in der jedermann seine Videoclips veröffentlichen kann? Nun ja, fast jedermann. Vor einigen Monaten hat youtube entschieden, Hassvideos von al-Qaida, der Hisbollah, der Hamas und anderer terroristischer Organisationen zu löschen. Grund dafür war eine Initiative des amerikanischen Senators Joe Lieberman, die, begleitet von großem öffentlichem Druck, dazu geführt hat, dass Videos von Anschlägen auf amerikanische Soldaten oder Terror-Trainingsvideos dort kaum noch zu sehen sind.
Die Hamas selbst ist eine radikal-islamistische Organisation, die sich die Vernichtung Israels auf die Fahnen geschrieben hat. Unterstützt wird sie unter anderem vom Iran und der Hisbollah. Sie hat Selbstmordattentate durch Kinder, Frauen und Männer verüben lassen – auf Zivilisten wie auf militärische Ziele - und tausende Raketen auf israelische Städte und Dörfer abgefeuert. Vor drei Jahren wurde sie im Gaza-Streifen in die Regierung gewählt und hat sich seitdem immer wieder erbitterte Kämpfe mit den damaligen Machthabern von der Fatah geliefert. Seit einigen Monaten gilt ein Waffenstillstand zwischen der Hamas und Israel. Dies hindert die Hamas aber nicht, den Samen für den Hass von morgen zu pflanzen.
Mit al-Aqsa TV, dem auch in Deutschland empfangbaren Sender der Hamas, trägt sie wie der Brudersender al-Manar TV der libanesischen Hisbollah zur Radikalisierung von Muslimen in Deutschland bei. Hass, Aufrufe zum Mord, Verschwörungstheorien und antiwestliche Propaganda kommen als tägliche Dosis aus dem Gazastreifen nach Berlin, Hamburg oder Neu-Ulm. Besonders frappierend sind die vielen TV-Shows, die sich auf die Manipulation von Kleinkindern konzentrieren. Sprechende Plüschtiere indoktrinieren schon Dreijährige mit dem Wunsch, ihr Leben für Allah zu opfern.
Vor kurzem hat die Hamas nun AqsaTube, das extremistische Pendant zu youtube, ins Leben gerufen.
Dort werden hundertfach zwischen Comiczeichnungen für die Kleinen und Seifenopern für die Großen die Vernichtung Israels und der Hass auf die USA propagiert. Auch al-Qaida Videos mit englischen Untertiteln sind dort zu sehen – kurz: alles, was bei youtube gelöscht wird, hat nun eine Heimat bei der Hamas.
Und genauso wie al-Aqsa TV vom französischen Satellitenbetreiber Eutelsat nach Europa gesendet wird, ist auch der Internetprovider von AqsaTube ein französisches Unternehmen mit Namen OHV.
Geworben wird auf AqsaTube bezeichnenderweise auch und zwar von „Neu.de – Über 28 Millionen Singles in Europa“ und für „sexy leather cloths“.
Am populärsten ist die Webseite übrigens in Saudi-Arabien, es folgen der Irak, dann bereits Deutschland und erst danach die Vereinigten Arabischen Emirate.
Was ist die angemessene Reaktion auf solche Hasspropaganda?
Die Meinungsfreiheit ist eine existenzielle Säule der Demokratie. Sie findet ihre Grenzen beispielsweise bei Aufruf zum Mord, Volksverhetzung und Kindesmissbrauch. Fernsehsender wie al-Aqsa TV und al-Manar TV sowie Webseiten wie AqsaTube sind ein wichtiger Bestandteil der Radikalisierungsstrategie extremistischer Organisationen. Ihr Abschalten würde zwar das Problem nicht vollständig lösen, aber die Arbeit der Häscher und Rekrutierer zumindest wesentlich erschweren.
Erschienen am 15.10.2008






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