300 Fragen
Ministerium bessert beim Einbürgerungstest nach
Der Fragenkatalog zum neuen Einbürgerungstest hat für Diskussionen gesorgt. Zahlreiche Bürger, auch viele Nutzer von Morgenpost Online, machten auf Fehler und Ungereimtheiten aufmerksam. Jetzt hat das Innenministerium im Stillen eine neue Version veröffentlicht. Es seien "redaktionelle Unstimmigkeiten" bereinigt worden.
Vor gut einer Woche hat das Bundesinnenministerium den Fragenkatalog zum Einbürgerungstest veröffentlicht. Doch einige der 300 Fragen waren missverständlich formuliert. Teilweise hatten sich veritable Fehler eingeschlichen.
Jetzt verbesserte das Ministerium den Test – ohne dies allerdings offiziell mitzuteilen. Stattdessen wurde auf der Internetseite einfach die alte Version des Fragenkatalogs gegen die korrigierte Fassung ausgetauscht.
Das Ministerium gab auf Nachfrage von Morgenpost Online an, man habe am 14. Juli die "bereinigte Fassung" ins Netz gestellt. Es seien "kleinere redaktionelle Unstimmigkeiten" korrigiert worden, erklärte ein Sprecher. Dabei habe man auch Anregungen "im Rahmen der öffentlichen Diskussion" berücksichtigt. Die Frage, welche Teile des Fragenkatalogs genau verändert wurden, ließ er jedoch unbeantwortet.
Nach Angaben von "stern.de" wurden mindestens vier Fragen oder Antworten korrigiert. So habe es in Frage 247 geheißen: "Wer darf in Deutschland einen Antrag auf Eheschließung stellen?" In Deutschland müssten jedoch für Eheschließungen gar keine Anträge gestellt werden - es handele sich vielmehr um eine Anmeldung.
Zudem lautete in der Ursprungsversion des Tests die wahrscheinlich richtige Antwort "Frau oder Mann". Es müssen allerdings, so berichtete "stern.de" weiter, beide Partner, also "Frau und Mann" die Ehe anmelden. So lautet nun auch die Antwort in der überarbeiteten Version.
Unstimmigkeiten gab es nach Angaben von "stern.de" auch in Fragen zur Hundesteuer und zur Gleichbehandlung.
Zahlreiche Nutzer haben uns auf Fehler und Ungereimtheiten im Einbürgerungstest aufmerksam gemacht. Für diese Rückmeldungen möchten wir uns herzlich bedanken. Die überarbeitete Version des Einbürgerungstests finden Sie hier.
Sollten Sie trotz aller Korrekturen noch Fehler finden: Sie erreichen uns unter online@welt.de.
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