G-8-Gipfel
Schwellenländer tragen Klimabeschluss nicht mit
Donnerstag, 18. September 2008 07:43Die großenEntwicklungslländer wie China und Indien lehnen den Klimaschutzbeschluss des G-8-Gipfels ab. Anders als die größten acht Industriestaaten wollen sie sich nicht auf konkrete Ziele bei der Reduktion der Treibhausgase einlassen. Als Begründung verweisen die Entwicklungsländer auf die Geschichte.
Die sogenannte MEM-Gruppe aus 16 Staaten beschloss lediglich, „gemeinsam konstruktiv“ auf eine langfristige Reduzierung der CO2-Emissionen hinzuarbeiten. Die G-8-Staaten hatten sich zuvor erstmals auf Ziele zur Verringerung der weltweiten CO2-Emissionen festgelegt. Demnach soll bis 2050 der weltweite CO2-Ausstoß halbiert werden.
Zu den MEM zählen die G-8-Staaten Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Kanada, Japan, Russland und USA, die zur G 5 zählenden Schwellenländer China, Indien, Mexiko, Brasilien und Südafrika sowie Australien, Indonesien und Südkorea.
Auf dem Gipfel hatten die Staats- und Regierungschefs der G 8 für ihre am Vortag verkündeten Pläne in Sachen Klimaschutz geworben. Die Schwellenländer China, Indien, Brasilien, Mexiko und Südafrika erinnerten allerdings die reichen Industrienationen an ihre historische Verantwortung für die bereits in der Atmosphäre angesammelten Treibhausgase. Die G-8-Staaten müssten daher beim Klimaschutz eine Führungsrolle übernehmen.
Am letzten Tag des Gipfeltreffens soll es neben dem Klimaschutz auch um den drastischen Anstieg der Lebensmittelpreise, die WTO-Verhandlungen und die Lage in Simbabwe gehen.AP/AFP/dpa/cn
Erschienen am 09.07.2008






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