Forsa-Umfrage

Viele Deutsche sind von AfD-Berichterstattung genervt

Viele Deutsche beklagen, dass die AfD in den Medien eine zu große Beachtung findet. Sie wollen lieber mehr über Nichtwähler erfahren.

Steht momentan häufig im Fokus der Medien: Frauke Petry, die Bundesvorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD).

Foto: Marius Becker / dpa

Steht momentan häufig im Fokus der Medien: Frauke Petry, die Bundesvorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD).

Berlin.  Die Medien berichten nach Ansicht einer großen Zahl von Deutschen zu viel über die AfD – und zu wenig über Nichtwähler. Dass über die rechtspopulistische Partei zu viel berichtet wird, denken einer Umfrage zufolge 40 Prozent. Über die steigende Zahl der Nichtwähler sollten Medien dagegen nach Meinung von 76 Prozent mehr berichten, wie aus einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der "Frankfurter Neuen Presse" hervorgeht.

Nur 17 Prozent, darunter laut Forsa-Chef Manfred Güllner überwiegend AfD-Anhänger, sagten, es werde zu wenig über die AfD berichtet. 36 Prozent halten den Umfang der Berichterstattung für "gerade richtig".

Auch lokale Ereignisse kommen zu kurz

Zu wenig werde auch über Probleme mit der Schul- und Bildungspolitik berichtet, wie mehr als drei Viertel der Befragten angaben (77 Prozent). Für viele Bürger (55 Prozent) kommt Güllner zufolge auch all das in den Medien zu kurz, was in den Städten und Gemeinden - also auf lokaler Ebene - passiert. An der Umfrage nahmen 1009 Menschen teil. (dpa)

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