Privatkredit-Affäre
Gröhe verteidigt Wulff und attackiert die SPD
CDU-Generalsekretär Gröhe fordert einen Schlussstrich in der Affäre um den Privatkredit von Bundespräsident Christian Wulff. Die SPD müsse endlich Ruhe geben.
CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe hat wegen der Kritik aus den Reihen der SPD an Bundespräsident Christian Wulff ein Machtwort des Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel verlangt.
Wenn Gabriel wirklich einen Beitrag dazu leisten wolle, mit dem ersten Amt im Staat respektvoll umzugehen, solle er "seine Partei zur Ordnung rufen", sagte Gröhe den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe.
Wulff steht wegen seiner umstrittenen Hauskredite und Urlaube in Feriendomizilen befreundeter Unternehmer seit gut zwei Wochen in der Kritik.
"Von der SPD erwarte ich, dass sie nicht mit dem Amt spielt, die Debatte nicht unnötig verlängert", sagte Gröhe. Das Wiederholen von beantworteten Fragen schaffe nur Unruhe. Aus seiner Sicht habe Wulff mit der Offenlegung der Kreditverträge die entscheidenden Fragen längst geklärt.
Bürger stehen zu Wulff
Auf die Frage, ob Wulff angeschlagen sei, antwortete Gröhe: "Natürlich geht einem so etwas nahe, das ist doch normal. Ich glaube allerdings, dass der Bundespräsident die Chance hat, verlorenes Vertrauen schnell zurückzugewinnen." Die meisten Bürger stünden zu ihm.
In der Woche vor Weihnachten hatten in einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins "Stern" 31 Prozent der Bürger erklärt, Wulff habe für sie an Ansehen verloren. Einen Rücktritt lehnte die überwältigende Mehrheit (79 Prozent) aber ab.
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