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25.07.11

Hunger-Katastrophe

Deutschland verdoppelt Soforthilfe für Afrika

In Rom hat ein Krisentreffen zur Hunger-Katastrophe am Horn von Afrika begonnen. Nach UN-Schätzungen werden mehr als eine Milliarde für die Soforthilfe gebraucht. Deutschland stockt seine Hilfe auf. Und auch die Weltbank schürt ein Hilfspaket.

© AFP
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Trinkwasser, Lebensmittel und medizinische Versorgung:Ostafrika braucht nun vor allem Soforthilfe

Deutschland stockt seine Soforthilfe für die Hungernden am Horn von Afrika auf. Die Mittel für Trinkwasser, Lebensmittel und medizinische Versorgung würden auf 30 Millionen Euro verdoppelt, sagte Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP). Zusätzlich steuere Deutschland rund 20 Prozent zu den 158 Millionen Euro bei, die die EU zur Verfügung stellt.

Von der schlimmsten Hungersnot seit 60 Jahren sind in Somalia, Kenia, Dschibuti, Äthiopien, Kenia und Uganda insgesamt rund zwölf Millionen Menschen betroffen. Nach UN-Schätzungen werden für die Nothilfe rund 1,1 Milliarden Euro benötigt.

Die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) kam am Montag zu einem Krisentreffen zur Lage in der Region zusammen. Zu Beginn des Treffens in Rom sagte FAO-Chef Jacques Diouf, die "katastrophale" Dürre verlange "massive und dringende internationale Hilfe". Es gehe darum, Leben zu retten.

Frankreichs Landwirtschaftsminister Bruno Le Maire warnte, der Hunger werde "der Skandal des Jahrhunderts", wenn nicht die notwendigen Maßnahmen getroffen würden. Das FAO-Treffen sei "eine Frage von Leben und Tod für zehntausende Menschen".

Weltbank stellt eine halbe Milliarde Dollar bereit

Die Weltbank will mehr als eine halbe Milliarde Dollar (348 Millionen Euro) an Hilfen für die von der Dürre betroffenen Regionen am Horn von Afrika bereitstellen. Davon sollen rund acht Millionen Euro in die Soforthilfe für die vom Hungertod bedrohten Menschen fließen.

"Die Soforthilfe hat oberste Priorität, und es kommt darauf an, schnell zu handeln, um das menschliche Leid zu verringern", erklärte Weltbankpräsident Robert Zoellick am Montag. Daneben müsse es aber auch langfristige Lösungen geben. Der Großteil des Geldes soll deshalb in auf längere Zeit angelegte Projekte investiert werden.

Quelle: dpa/epd/ap
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