Notebookverbot
Ein iPad sorgt für Ärger im Bundestag
Weltweit werden Millionen iPads gekauft. Auch von Politikern. Im Bundestag aber sind Notebooks verboten. Einem FDP-Politiker wurde das zum Verhängnis.
Mit 730 Gramm liegt es locker in der Hand. Die Bildschirmfläche hat eine Größe von 9,7 Zoll, damit ist es so groß wie ein DIN-A5-Blatt.
Der FDP-Abgeordente Jimmy Schulz hat erstmals im Bundestag eine Rede vom iPad abgelesen. Damit hat er umgehend für Gesprächsstoff gesorgt. "Einer der Bundestagspräsidenten hat mich darauf hingewiesen, dass die iPad-Nutzung gegen die Vorschriften verstoßen hat", sagte er dem "Berliner Kurier".
Schulz hatte dem Blatt zufolge als erster Parlamentarier überhaupt den Tablet-Computer von Apple für seinen Vortrag im Plenum genutzt und dafür auf Stichworte auf Papier verzichtet. Das Thema soll nach seinen Angaben jetzt im Geschäftsordnungsausschuss behandelt werden.
"Die Angelegenheit ist im internen Klärungsbedarf", bestätigte ein Bundestagssprecher dem "Berliner Kurier". Schulz setzt sich laut dem "Berliner Kurier" unterdessen für eine Aufhebung des Computer-Verbots ein. "Die Zeiten von Telefax und Telex sind vorbei: Auch der Bundestag sollte sich für neue Medien öffnen", sagte der 41-Jährige. Auch seine Fraktion sei dafür, die Nutzung digitaler Aktenmappen im Plenum zu ermöglichen. "Es kann doch nicht sein, dass wir weiterhin Berge von Akten mit uns herumschleppen."
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