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12.03.10

Terror in Pakistan

Doppelanschlag in Lahore – viele Tote

Wieder schlugen Terroristen in der pakistanischen Millionenmetropole Lahore zu und töteten bei einem Doppelanschlag mindestens 48 Menschen. 95 weitere wurden verletzt. Die zwei Bomben detonierten im Abstand von wenigen Sekunden – Ziel war ein Militärkonvoi. Die Polizei vermutet die Taliban hinter dem Anschlag.

© REUTERS
Pakistan
Ein völlig zerstörtes Auto nach einem Selbstmordanschlag vor wenigen Tagen

Die Zahl der Todesopfer bei einem Doppelanschlag zweier Selbstmordattentäter in der ostpakistanischen Metropole Lahore ist nach Angaben aus der Armee auf mindestens 48 gestiegen.

"Der Tod von 30 Zivilisten und 18 Soldaten ist bestätigt", sagte ein Armeeoffizier, der anonym bleiben wollte. Die beiden Attentäter starben ebenfalls. Nach Angaben der Polizei wurden 95 weitere Menschen bei den beiden Detonationen verletzt.

Pakistanische Medien berichten, ein Attentäter habe zunächst eine Handgranate geworfen und sich dann selber in die Luft gesprengt. Andere Quellen berichten von zwei Attentätern, die zwei Sprengsätze im Abstand von 15 Sekunden in der Nähe eines Marktes gezündet hätten.

Erst am Montag waren bei einem Autobombenanschlag in Lahore 15 Menschen getötet worden. Der Anschlag galt einem Gebäude der Anti-Terror-Polizei. Zu der Tat bekannten sich die radikalislamische Taliban.

Pakistanische Sicherheitskräfte sind in den vergangenen Wochen verstärkt gegen afghanische Taliban-Anführer vorgegangen, die in Pakistan untergetaucht sind. Gruppen mit Verbindungen zu den pakistanischen Taliban und dem Terrornetz al-Qaida haben ihre Angriffe auf Sicherheitskräfte verschärft, seit die Armee im Oktober vergangenen Jahres eine Offensive gegen Aufständische im Grenzgebiet zu Afghanistan begann.

In Pakistan wurden seit 2007 über 3000 Menschen bei mehr als 360 Anschlägen getötet. Die meisten waren von pakistanischen Taliban-Kämpfern verübte Selbstmordattentate. Sie haben vorwiegend Armee und Polizei, sowie öffentliche Gebäude im Visier. Immer öfter zielen die Attentäter aber auch auf Zivilisten.

Quelle: afp/dpa/br
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