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03.03.10

Betreuung von Eltern und Kindern

Schröder fordert Recht auf zwei Jahre Pflegezeit

Familienministerin Kristina Schröder hat ihre Pläne für einen Rechtsanspruch auf eine Familien-Pflegezeit konkretisiert. Die CDU-Politikerin schlug vor, dass Arbeitnehmer zur Pflege ihrer Angehörigen zwei Jahre lang halb arbeiten und währenddessen drei Viertel des Gehalts beziehen können.

© dpa
Kristina Schröder
CDU-Politikerin Kristina Schörder übernahm Ende 2009 das Familienministerium

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) will einen Rechtsanspruch auf eine zweijährige Pflegezeit für Berufstätige einführen, die sich um pflegebedürftige Familienmitglieder kümmern. Das sagte CDU-Politikerin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

In dieser Zeit solle der pflegende Angehörige mindestens 50 Prozent arbeiten, dafür aber 75 Prozent seines Gehalts bekommen. Später solle er dann bei voller Arbeitszeit nochmals so lange 75 Prozent des Gehalts beziehen, wie er zuvor Teilzeit gearbeitet habe.

"Der Steuerzahler trägt fast keine Kosten", führte Schröder den Vorschlag aus. Der Staat verzichte lediglich auf Steuereinnahmen, solange nur 75 Prozent des Gehalts gezahlt würden. "Der Pflegeversicherung dagegen käme die Familien-Pflegezeit langfristig zugute, denn Pflege zu Hause kostet weniger als im Heim – abgesehen davon, dass sie dem Wunsch der Menschen entspricht."

Die Pflegezeit solle nicht nur zur Betreuung der eigenen Eltern genommen werden können, sondern auch für Kinder oder andere pflegebedürftige Angehörige. "Denn Pflegebedürftigkeit kann in jedem Alter vorkommen", sagte Schröder.

Quelle: EPD/dpa/fas
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