"Nicht verantwortbar"
Unionsfraktion arbeitet gegen frühen Atomausstieg
Dienstag, 2. März 2010 16:01In der Union wird weiter über den Kurs in der Atompolitik gestritten. Die Bundestagsfraktion hält einen Atomausstieg bis 2030 für "nicht verantwortbar", schreibt Fraktionsvize Fuchs in einem Positionspapier. Die Kernenergie müsse so lange akzeptiert werden, bis ein alternatives Energie-Konzept umsetzbar sei.

In der unionsinternen Diskussion um den Atomausstieg warnt die Bundestagsfraktion von CDU und CSU deutlich vor einer Abschaltung der deutschen Kernkraftwerke bis 2030 und fordert eine rasche Verlängerung der Laufzeiten.
In dem achtseitigen Papier, das der CDU/CSU-Fraktionsvize Michael Fuchs erarbeitete und das der "Bild"-Zeitung vorliegt, heißt es: Eine Abschaltung der 17 Kernkraftwerke bis zum Jahr 2030 ist aktuell nicht verantwortbar, weil Wind- und Sonnenenergie von Wetterlagen abhängig und nicht speicherbar sind. Die Kernenergie müsse so lange als Brückentechnologie akzeptiert werden, bis ein alternatives Energie-Konzept umsetzbar sei. Deshalb seien die Laufzeiten der AKW zeitnah zu verlängern.Fuchs geht damit auf Gegenkurs zu Umweltminister Norbert Röttgen, der erklärt hatte, dass die Bedingungen für einen Ausstieg aus der Atomenergie spätestens 2030 erfüllt seien.
Die Bundesregierung will erst im Herbst über die Zukunft der Atomenergie entscheiden. Nach dem von der rot-grünen Regierung mit den Versorgern vereinbarten Atomausstieg würde der letzte Reaktor etwa 2022 abgeschaltet. Die jetzige Koalition hat eine Laufzeitverlängerung in Aussicht gestellt. Reuters/dpa/fasErschienen am 26.02.2010






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