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22.02.10

Atomprogramm

Iran versteckt neue Uran-Anlagen im Gebirge

Im März will der Iran mit dem Bau zweier neuer Anlagen zur Urananreicherung beginnen. Der Chef der iranischen Atomenergiebehörde erklärte, man werde die Anlagen in den Bergen errichten, damit sie vor Angriffen geschützt seien. Befohlen habe die Errichtung der neuen Fabriken Präsident Ahmadinedschad persönlich.

© REUTERS
Irans Präsident Ahmadinedschad hat die Errichtung der neuen Urananreicherungsanlagen befohlen
Irans Präsident Ahmadinedschad hat die Errichtung der neuen Urananreicherungsanlagen befohlen

Der Iran hat den Bau von zwei weiteren Anlagen zur Anreicherung von Uran angekündigt. Die Bauarbeiten sollen im Mitte März beginnenden neuen iranischen Kalenderjahr aufgenommen werden, zitierte die Nachrichtenagentur Isna den Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi.

Der Bau erfolge auf Anweisung von Präsident Mahmud Ahmadinedschad, erklärte Salehi. Die neuen Anlagen sollen demnach im Gebirge versteckt errichtet werden, "um vor jeglichem Angriff geschützt zu sein".

Die beiden neuen Anreicherungsanlagen sollen jeweils die Kapazität der Atomanlage in Natans erreichen. Die bislang einzige voll funktionsfähige Urananreicherungsanlage des Iran ist mit bis zu 50.000 Zentrifugen ausgerüstet.

In Natans hatte die iranische Führung Anfang des Monats trotz drohender Sanktionen mit der Produktion von auf 20 Prozent angereichertem Uran begonnen.

Der UN-Sicherheitsrat hatte in den vergangenen Jahren bereits drei Mal Sanktionen gegen den Iran verhängt, weil Teheran sich der Aufforderung zum Stopp der Urananreicherung widersetzte.

Die USA und ihre Verbündeten verdächtigen den Iran, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Nuklearenergie an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten.

Teheran versichert, sein Atomprogramm diene allein zivilen Zwecken. Am vergangenen Donnerstag wurde ein Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) bekannt, wonach der Iran bereits an einer Atomwaffe arbeiten könnte. Teheran bestritt dies erneut.

Quelle: AFP/cn
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