Neuer Ministerpräsident
Mappus löst Oettinger in Baden-Württemberg ab
Donnerstag, 27. Januar 2011 06:30Stefan Mappus ist der neue Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Die schwarz-gelbe Mehrheit im Landtag wählte den 43-Jährigen mit 83 von 137 Stimmen. Mit einer Protestaktion zeigten die Grünen deutlich, was sie von dem neuen Landesvater erwarten: Rückwärtsgewandtheit in allen Bereichen.

Der CDU-Politiker Stefan Mappus ist neuer Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Der Landtag in Stuttgart mit seiner schwarz-gelben Mehrheit wählte den 43-jährigen Fraktionschef zum Nachfolger von Günther Oettinger (CDU), der als EU-Kommissar nach Brüssel gewechselt ist.
Die Grünen inszenierten vor der Wahl eine Protestaktion gegen die „Rückwärtsgewandtheit“ des CDU-Politikers. Aktivisten trugen nach Angaben des Landesverbands Masken mit Mappus-Konterfei und machten mit Plakaten deutlich, wofür der neue Regierungschef ihrer Ansicht nach steht: längere Laufzeiten für Atomkraftwerke, eine ungerechte Bildungspolitik, ein überholtes Gesellschafts- und Familienmodell sowie eine rückständige Wirtschaftspolitik.
Grünen-Landeschefin Silke Krebs sagte, Mappus „verkörpert keinen Aufbruch, sondern eine Politik von gestern“.
Mit ihm „legt das Land den Rückwärtsgang ein“. Die Grünen forderten „eine Energiewende weg von Atom und Kohle hin zu mehr erneuerbaren Energien“. Zudem kritisierten sie, dass Mappus am „ungerechten“ dreigliedrigen Schulsystem festhalte.
Kinder müssten besser individuell gefördert werden. Krebs verlangte zudem, eine „klare Ausrichtung der Wirtschaftspolitik des Landes auf eine ökologische Modernisierung“.dpa/ddp/ks
Erschienen am 10.02.2010






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