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Niederlande

Mysteriöser Mann löst Terroralarm im Intercity aus

Terroralarm in der niederländischen Stadt 's-Hertogenbosch. Ein mit einem weißen Gewand gekleideter Mann wird verdächtigt, in einem Intercity eine Bombe versteckt zu haben. Der Bahnhof wurde abgesperrt, nahe gelegene Gebäude wurden evakuiert. Die Polizei nahm den Verdächtigen fest. Er wird zurzeit verhört.

Plötzlich stand der Mann auf, rief "Allahu akbar" (Gott ist groß) und drohte mit einer Bombe. Das alles geschah heute Morgen in einem stehenden Intercity auf dem Bahnhof der südniederländischen Stadt 's-Hertogenbosch. Mitreisende des Zuges, der auf dem Weg von Roosendahl nach Zwolle war, informierten heimlich die Polizei. Die ließ den Zug sofort evakuieren.

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Fieberhaft suchen Sprengstoffexperten nun nach der Bombe. Sie setzen auch Spürhunde ein, doch bislang fanden sie nichts. Die Polizei riegelte das Gelände um den Bahnhof weiträumig ab. Das nahe gelegene Justizgebäude sowie einige Büros in der Nähe des Bahnhofs ließen die Sicherheitsbehörden vorsichtshalber räumen. Seither befindet sich die Stadt mit ihren 150.000 Einwohnern im Ausnahmezustand.

Da nicht einmal mehr Busse fuhren, spielten sich vor dem Bahnhof chaotische Szenen ab. Reisende kämpften regelrecht um Taxis. Wer nicht wegkam, stand bibbernd in der Kälte.

Ein Augenzeuge schilderte im niederländischen Hörfunk den Auftritt des mutmaßlichen Bombenlegers im Zug. " Zunächst bat er um eine Zigarette", sagte der Zeuge. Dann sei der Mann wieder gegangen. Doch schon wenig später sei er zurückgekehrt und habe "Allahu akbar" gerufen und hinzugefügt: "Niemand glaubt mir, dass ich eine Bombe habe." Weiter soll er gesagt haben: "Ich bin gegen bin Laden." Dessen Absichten stünden nicht im Einklang mit dem im Koran, der Bibel oder dem Buch Davids.

Nach Aussage des Augenzeugen trug der Mann ein langes weißes Gewand und eine Kappe. Er habe weder einen Rucksack noch eine Tasche bei sich gehabt. Angeblich habe er Köpfhörer eines Mobiltelefons getragen.

Im Zug sei zu keinem Zeitpunkt Panik ausgebrochen. Auch der Mann habe keinen Fluchtversuch unternommen und sich offenbar ohne jede Gegenwehr festnehmen lassen. Er wird zurzeit verhört.

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