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Venezuela

Chávez fordert sozialistische Seifenopern im TV

Hugo Chávez will im venezolanischen Fernsehen künftig sozialistische Seifenopern sehen. In seiner wöchentlichen TV-Sendung ließ sich der venezolanische Präsident außerdem zu einer deutlichen Kritik hinreißen: Kapitalistische Filme seien "Gift" und verleiteten Kinder dazu, Drogen zu nehmen und kriminell zu werden.

Chavez
Foto: dpa

Im venezolanischen Fernsehen sollen nach dem Willen von Präsident Hugo Chávez künftig sozialistische Seifenopern laufen. In Kuba würden bereits Serien mit einer sozialen Botschaft ausgestrahlt, berichtete der Staatschef in seiner wöchentlichen Fernsehsendung „Aló Presidente“ („Hallo Präsident“).

Auch in Venezuela sollten künftig sozialistische Telenovelas produziert werden – notfalls mit Hilfe der Regierung. „Wir können auch gute Filme machen“, sagte Chávez in der Sendung zu Filmemachern und Drehbuchschreibern. Kapitalistische Filme seien „Gift“ und verleiteten Kinder dazu, Drogen zu nehmen und kriminell zu werden.

Chávez hatte bereits im Jahr 2006 ein Filmstudio außerhalb von Caracas eröffnet, wo Spiel-, Kurzfilme und Dokumentationen produziert werden. Die venezolanischen Medien gerieten seit seinem Amtsantritt 1999 zunehmend unter Druck, die Regierung ließ bereits mehrere oppositionelle Sender schließen.

In seiner Sendung warnte Chavez die Händler in seinem Land außerdem davor, die angekündigte drastische Abwertung der Nationalwährung Bolivar für exzessive Preissteigerungen zu missbrauchen. Im Fall von Spekulationen könne er die Enteignung dieser Geschäfte anordnen, sagte der Präsident.

Zugleich rief er Militär und Polizei auf, auf die Straßen zu gehen und die Preisstabilität zu kontrollieren. „Es gibt keinen Grund für irgendwelche Preisanhebungen“, sagte Chávez, der für den Beginn der Woche die Bolivar-Abwertung und die Einführung eines „Doppelkurssystems“ angekündigt hatte.

AFP/dpa/fas



Erschienen am 11.01.2010

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