Afghanistan
Karsai – erneut tote Zivilisten bei Nato-Luftschlag
In der afghanischen Provinz Kunar sind nach Angaben von Präsident Hamid Karsai mindestens zehn Zivilisten durch einen Luftangriff der Nato getötet worden. Der Präsidentenpalast erklärte, unter den Toten seien acht Schulkinder gewesen. Zunächst hatte es geheißen, alle Opfer seien Aufständische.
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Bei einem Luftangriff der Nato sind nach Angaben des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai im Osten des Landes mindestens zehn Zivilisten getötet worden. Unter den Opfern seien acht Schulkinder, hieß es in einer Erklärung des Präsidentenpalastes in Kabul am Montag weiter.
Karsai verurteilte den Angriff im Bezirk Narang in der ostafghanischen Provinz Kunar vom Sonntag nachdrücklich. Eine Kommission, der auch Parlamentarier angehörten, werde den Vorfall untersuchen. Auch Vertreter der Nato in Kabul sagten eine Prüfung zu. Zivile Opfer bei Militäraktionen gegen Aufständische durch ausländische Soldaten in Afghanistan sorgen immer wieder für Unmut in der Bevölkerung.
Dorfbewohner hatten zuvor berichtet, bei dem Luftangriff seien acht Zivilisten, allesamt Mitglieder einer Familie, getötet worden. Der Provinzgouverneur von Kunar, Sayed Fazelullah Wahidi, erklärte dagegen, nach ersten Erkenntnissen handele es sich bei den insgesamt elf Getöteten ausschließlich um Extremisten.
Wie die afghanische Polizei unterdessen mitteilte, attackierten Kämpfer der radikal-islamischen Taliban am Sonntag einen Posten der Sicherheitskräfte in der westlichen Provinz Badghis. Bei dem Feuergefecht seien zwei Polizisten und drei Extremisten getötet worden.
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