Versuchter Anschlag
Passagiere berichten von großer Panik im Airbus
Für fast 300 Menschen an Bord der Maschine von Northwest Airlines wurde der Flug von Amsterdam nach Detroit zum Albtraum. Als ein 23-jähriger Mann einen Sprengsatz zündete, brach Panik aus. "Wir dachten, wir würden es nicht schaffen", sagte eine Passagierin später. Der Täter befindet sich in Gewahrsam.
Es war kurz vor Ende eines langen Fluges. In Amsterdam abgehoben, setzte die Maschine der Northwest Airlines zum Landeanflug auf Detroit an. Dann gab es plötzlich dieses seltsame Geräusch.
"Es klang wie ein Feuerwerkskörper in einem Kopfkissen", sagte der Reisende Peter Smith aus den Niederlanden. Ein anderer Passagier, der anonym bleiben wollte, sagte laut BBC, er habe "einen kleinen Knall” gehört. Danach sah er "ein bisschen Rauch und einige Flammen".
Das war der Moment, in dem nach bisherigen Ermittlungen Abdul Faruk Abdulmutallab, ein 23-jähriger Nigerianer, eine Art Sprengsatz zündete, den er an seinem Bein befestigt hatte. Danach brach offenbar Panik an Bord aus.
Richelle Keepman, die ebenfalls in dem Flugzeug war, sagte laut BBC: "Wir waren im hinteren Teil des Flugzeugs und plötzlich hörten wir Schreie. Flugbegleiter rannten durch die Gänge." Sie habe Furcht in den Augen der Crewmitglieder gesehen. Diese hätten Feuerlöscher geholt.
"Es war sehr beängstigend", so Keepman. "Ich glaube, wir alle dachten, wir würden nicht landen. Wir dachten, wir würden es nicht schaffen."
Ein weiterer Passagier, Syed Jafri, beschrieb minutenlange Panik. Einige an Bord hätten nach Wasser und Decken geschrieen, als sie Rauch und Flammen über den Sitzen aufsteigen sahen.
Jafri sagte, er habe drei Reihen hinter dem Mann gesessen. Er könne sich nicht erinnern, dass sich der Mann gewehrt habe. Schließlich sei der mutmaßliche Attentäter in den vorderen Teil des Flugzeugs gezerrt worden. Das Handgemenge dazwischen habe nur wenige Minuten gedauert.
Passagierin Melinda Dennis sagte, der Mann habe schwere Brandwunden erlitten, bevor das Feuer mit Feuerlöschern und Wasser erstickt worden sei. "Sein ganzes Bein war verbrannt."
Laut einem Bericht der "Detroit Free Press" bemerkten viele Insassen der Maschine den Vorfall nicht. Sie erfuhren erst davon, als sie ausstiegen und von FBI-Agenten in Empfang genommen wurden, die sie befragen wollten.
Abdulmutallab befindet sich in FBI-Gewahrsam und ist laut CNN durchaus gesprächig. Er soll angegeben haben, in Verbindung mit dem Terrornetzwerk al-Qaida zu stehen.
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