Atomstreit
UN-Atombehörde droht das Scheitern in Iran
Donnerstag, 4. Februar 2010 12:31Im Streit um das iranische Atomprogramm hat der Chef der UN-Atombehörde IAEA, Mohamed al-Baradei, die starre Haltung des Iran kritisiert. Es sei "enttäuschend", dass das Land einen Kompromissvorschlag blockiere. Teheran droht bei einer entsprechenden Resolution des Rates, die Zusammenarbeit einzustellen.

Nach Einschätzung von IAEA-Chef Mohammed al-Baradei ist die Internationale Atombehörde bei der Überprüfung des iranischen Atomprogramms „in eine Sackgasse geraten“.
Er warf dem Iran zudem vor, einen internationalen Kompromiss zur Urananreicherung verändern zu wollen und so Fortschritte in dem Konflikt zu blockieren.
Der Kompromiss, der von den fünf Vetomächten im UN-Sicherheitsrat und Deutschland ausgehandelt wurde, sieht vor, dass das vom Iran zu zivilen Zwecken benötigte Uran im Ausland angereichert wird. Mit dem Beharren auf der eigenen Anreicherung riskiert Teheran neue Sanktionen.
Über eine Resolution, in der der Iran wegen seiner mangelnden Kooperation verurteilt werden würde, wollte der Gouverneursrat in Wien beraten.
In dem Resolutionsentwurf, der der Nachrichtenagentur AFP vorliegen soll, äußert sich die IAEA „ernsthaft betroffen“ über die lange geheimgehaltene zweite Uran-Anreicherungsanlage. Der Iran wird aufgefordert, den Zweck der Anlage aufzuklären und den genauen Ablauf des Baus zu schildern. Außerdem soll der Iran versichern, dass keine weitere Atomanlage geplant sei. Die IAEA kann die Resolution mit einfacher Mehrheit verabschieden.Der iranische Botschafter bei der IAEA drohte, bei einer Annahme der Resolution werde die Zusammenarbeit vollständig abgebrochen.
Jede Resolution gegen sein Land werde „die derzeit herrschende konstruktive Atmosphäre gefährden und Konsequenzen auf lange Sicht haben“, zitierte die „Süddeutsche Zeitung“ Ali Asghar Soltanieh.AP/Reuters/AFP/dcs





















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