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Atomstreit

UN-Atombehörde droht das Scheitern in Iran

Im Streit um das iranische Atomprogramm hat der Chef der UN-Atombehörde IAEA, Mohamed al-Baradei, die starre Haltung des Iran kritisiert. Es sei "enttäuschend", dass das Land einen Kompromissvorschlag blockiere. Teheran droht bei einer entsprechenden Resolution des Rates, die Zusammenarbeit einzustellen.

IAEA
Foto: REUTERS
Im Konferenzraum der IAEA berät der Gouverneursrat über den Atomstreit mit dem Iran

Nach Einschätzung von IAEA-Chef Mohammed al-Baradei ist die Internationale Atombehörde bei der Überprüfung des iranischen Atomprogramms „in eine Sackgasse geraten“.

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Grund sei, dass Teheran die Zusammenarbeit verweigere, klagte IAEA-Chef Mohammed al-Baradei zum Auftakt der Gouverneursratssitzung der Behörde.

Er warf dem Iran zudem vor, einen internationalen Kompromiss zur Urananreicherung verändern zu wollen und so Fortschritte in dem Konflikt zu blockieren.

Der Kompromiss, der von den fünf Vetomächten im UN-Sicherheitsrat und Deutschland ausgehandelt wurde, sieht vor, dass das vom Iran zu zivilen Zwecken benötigte Uran im Ausland angereichert wird. Mit dem Beharren auf der eigenen Anreicherung riskiert Teheran neue Sanktionen.

Über eine Resolution, in der der Iran wegen seiner mangelnden Kooperation verurteilt werden würde, wollte der Gouverneursrat in Wien beraten.

In dem Resolutionsentwurf, der der Nachrichtenagentur AFP vorliegen soll, äußert sich die IAEA „ernsthaft betroffen“ über die lange geheimgehaltene zweite Uran-Anreicherungsanlage. Der Iran wird aufgefordert, den Zweck der Anlage aufzuklären und den genauen Ablauf des Baus zu schildern. Außerdem soll der Iran versichern, dass keine weitere Atomanlage geplant sei. Die IAEA kann die Resolution mit einfacher Mehrheit verabschieden.

Der iranische Botschafter bei der IAEA drohte, bei einer Annahme der Resolution werde die Zusammenarbeit vollständig abgebrochen.

Jede Resolution gegen sein Land werde „die derzeit herrschende konstruktive Atmosphäre gefährden und Konsequenzen auf lange Sicht haben“, zitierte die „Süddeutsche Zeitung“ Ali Asghar Soltanieh.AP/Reuters/AFP/dcs

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