Stiftungsrats-Streit
Westerwelle will mit Erika Steinbach sprechen
Mittwoch, 30. Dezember 2009 15:09Dieser Streit belastet die Arbeit der schwarz-gelben Koalition und das deutsch-polnische Verhältnis schwer. Außenminister und FDP-Chef Guido Westerwelle will die Berufung der Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach in den Vertriebenen-Beirat verhindern. Jetzt ist er zu einem persönlichen Gespräch bereit.

Der Vizekanzler und FDP-Vorsitzende ließ zugleich keinen Zweifel an seiner ablehnenden Haltung zu einer Ernennung der in Polen umstrittenen Steinbach für den offenen Posten im Beirat der Vertriebenen-Stiftung aufkommen. „Meine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass unsere außenpolitischen Beziehungen auch zu unseren Nachbarländern nicht beschwert oder regelrecht verletzt werden.“
Dessen ungeachtet forderte CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder den Bund der Vertriebenen (BdV) auf, Steinbach möglichst rasch für den Beirat der Stiftung zu nominieren. Für CDU und CSU sei der Fall klar. „Wenn wir allein regieren würden, würde Frau Steinbach selbstverständlich in dieses Gremium entsandt werden“, sagte Kauder in Berlin. Wenn Frau Steinbach scheitere, sei dafür die FDP verantwortlich.
Westerwelle verwies darauf, dass der BdV lediglich eine Nominierung aussprechen könne, über die letztlich die Regierung zu entscheiden habe. Noch liege keine Nominierung vor. Die Regierung werde auch nicht auf Vorrat einen Beschluss fassen. Regierungssprecher Ulrich Wilhelm betonte, es gebe seitens Kanzlerin Angela Merkel keine Zusagen an die polnische Regierung zur Stiftung. Polen sehe das Thema als rein innerdeutsche Angelegenheit. .Reuters/ksErschienen am 23.11.2009






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