Bundeswehr in Afghanistan
Nach Luftangriff fordern Angehörige Schadenersatz
Freitag, 27. November 2009 16:32Nach dem Luftangriff in Afghanistan, den ein Bundeswehr-Oberst befohlen hatte, kommen nun Schadenersatzforderungen auf die deutsche Regierung zu. Mehrere Anwälte haben einem Bericht zufolge einen entsprechenden Brief an das Verteidigungsministerium geschickt. Sie vertreten mehr als 70 Hinterbliebene.

Der deutsch-afghanische Rechtsanwalt Karim Popal aus Bremen sagte dem Blatt, dass er am Dienstag zusammen mit drei Kollegen einen entsprechenden Brief an das Verteidigungsministerium geschickt habe. Die vier Anwälte haben laut Bericht 78 Vollmachten von Hinterbliebenen des Luftschlags.
Popal sagte, er hoffe auf eine außergerichtliche Einigung mit der Bundesregierung. Scheitert sie, wollen die Anwälte auf Schadenersatz wegen fehlerhaftem und grob fahrlässigem Verhalten der Bundeswehr klagen.
Die Taliban hatten Anfang September nahe Kundus zwei Tanklaster entführt, die dann auf deutschen Befehl hin wenige Stunden später durch einen Luftangriff zerstört wurden. Bei dem Zwischenfall kamen nach afghanischen Angaben 99 Menschen ums Leben, darunter 30 Zivilisten.ddp/cnErschienen am 20.11.2009






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