Nahost-Konflikt
Rätsel um Israel, Iran und gemeinsame Gespräche
Sonntag, 29. November 2009 19:48Seit der Islamischen Revolution 1979 herrscht Funkstille zwischen Israel und dem Iran. Doch jetzt bestätigte Israels Atombehörde, dass ein Treffen einer ihrer Vertreterinnen mit einem iranischen Repräsentanten stattgefunden habe. Eine Zeitung kann sogar mit Details der Tagung aufwarten. Doch Teheran dementiert.

Erstmals seit 30 Jahren haben Israel und der Iran nach israelischen Angaben bei Gesprächen über die regionale Atompolitik zusammengesessen. Eine Sprecherin der israelischen Kommission für Atomenergie bestätigte, eine Vertreterin der nationalen Atombehörde und ein iranischer Repräsentant hätten im vorigen Monat in Kairo an einer entsprechenden Tagung teilgenommen. Aus Teheran kam jedoch ein klares Dementi, der Sprecher der iranischen Atombehörde bezeichnete die Berichte als „reine Lügen“.
Anschließend habe Zafary-Odiz die israelische Linie erläutert, wonach ihre Regierung im Anschluss an eine umfassende regionale Friedens- und Sicherheitsregelung grundsätzlich zu einem Dialog über eine nukleare Abrüstung des Nahen Ostens bereit wäre. Israel lebe in einer komplexen geopolitischen Umgebung und müsse auf seine Sicherheit bedacht sein.
Der iranische Repräsentant habe versichert, sein Land strebe nicht nach einer atomaren Aufrüstung und bedrohe Israel auch nicht. Israel verstehe die Ideologie der islamischen Führung im Iran nicht, die nicht Juden hasse, sondern nur den Zionismus ablehne. Der Iran rüste sich nur zu Verteidigungszwecken mit Raketen und nicht, um Israel anzugreifen.Israel fühlt sich vom Iran existenziell bedroht. Die militärische Führung in Teheran hatte mehrfach mit einem Raketenangriff auf den jüdischen Staat für den Fall gedroht, dass die iranischen Atomanlagen von Israel angegriffen würden. Israel hat den Besitz von Atomwaffen nie offiziell zugegeben und stets betont, es werde nicht als erstes Land Nuklearwaffen in die Region „einführen“. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass Israel über mehrere hundert atomare Sprengköpfe verfügt.dpa/ks
Erschienen am 22.10.2009






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